Die Mundschleimhaut spiegelt den Allgemeinzustand wider

Die gesamte Mundhöhle ist mit Mundschleimhaut ausgekleidet, die je nach Region im Mund ganz unterschiedlich aussieht und sich auch durch ihre Elastizität unterscheidet. Am harten Gaumen ist die Mundschleimhaut sehr derb und fest mit dem Knochen verbunden. In den anderen Mundbereichen jedoch ist sie weich, elastisch und verschiebbar.  

Unsere Mundschleimhaut gibt wichtige Hinweise auf Ernährungsgewohnheiten, Erkrankungen und ein funktionierendes Immunsystem. Sie ist beim Gesunden sehr gut durchblutet und weist eine hohe Regenerationskraft auf. Deshalb heilen Wunden im Mund viel schneller als an anderen Bereichen des Körpers.  

Dicht unter der Schleimhaut liegen die Speicheldrüsen. Die zwei größten Speicheldrüsen befinden sich unter der Zunge und im Wangenbereich. Viele kleinere Drüsen sind über den gesamten Mund-Rachen-Raum verteilt.

Der Speichel erfüllt mehrere wichtige Funktionen. Er verhindert ein Austrocknen der Mundschleimhaut und schützt diese durch antibakterielle Substanzen vor bakteriellen Infektionen. Beim Zerkleinern der Nahrung wird vermehrt Speichel produziert, so dass ein transportfähiger Brei entsteht, der durch einige Enzyme im Speichel schon vorverdaut wird. Nach dem Essen wird der Zahn mit Speichel umspült und dabei grob gereinigt. Der Speichel verdünnt die aus der Nahrung entstehenden Säuren, die die Zahnoberfläche (den Schmelz) angreifen.

Besonders bei älteren Menschen kann es vorkommen, dass die Speichelproduktion aufgrund der Einnahme verschiedener Medikamente reduziert ist.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 11.10.2013
  • Autor/in: Dr. med. dent. Ina Nitschke, Zahnärztin, Poliklinik für Zahnärztliche Prothetik und Werkstoffkunde, Universität Leipzig; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: J. Schmidseder: Gesunde und schöne Zähne, Südwest München, 2000
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