Krafttraining mit dem Latexband

Übungen mit dem Latexband bieten die Möglichkeit für ein schonendes Krafttraining. Sie sind eine gute Grundlage und Ergänzung für alle Sportarten, die einzelne Muskelgruppen besonders fordern. Auch bei der Krankengymnastik kommt das elastische Band aus Naturlatex zum Einsatz, wenn nach einer überstandenen Verletzung die Muskulatur wieder aufgebaut werden muss.

Das Band gibt es in unterschiedlichen Stärken. Es ist sehr dünn und ungefähr ein bis drei Meter lang. Sie können die Zugstärke auch selbst variieren: Dazu müssen Sie das Band entweder kürzer greifen oder doppelt fassen. Bei der ringförmig geschlossenen Variante handelt es sich um ein sogenanntes Deuserband.

Lassen Sie sich am besten beraten, welches Band für Sie am besten geeignet ist. Bevor Sie es benutzen, sollten Sie das Band immer erst auf Beschädigungen untersuchen. Denn bereits kleine Risse können zur Folge haben, dass das Band unter Spannung reißt – und durch das Zurückschnellen Verletzungen verursacht. Mithilfe von Talkumpuder kann das Latexband trocken und geschmeidig gehalten werden. Vorsichtig sollten Sie sein, wenn Sie lange Fingernägel haben, denn damit können Sie das Band beschädigen. Auch Ringe sind beim Training nicht zu empfehlen.

Richtige Anwendung des Latexbands

Mit dem Latexband sind viele verschiedene Übungen möglich, unterschiedliche Muskelgruppen können trainiert werden: zum Beispiel Rücken, Beine, Po, Arme und Schultern.

Greifen Sie das Latexband bei den Übungen nicht direkt, sondern wickeln Sie es sich um die Hand, damit Sie sicheren Halt haben und Ihre Hand entlasten. Es besteht auch die Möglichkeit, das Band an den Füßen oder einem fest montierten Gegenstand zu fixieren. Ziehen Sie anschließend daran und halten Sie die Endposition für einige Sekunden. Kehren Sie danach langsam in die Ausgangsposition zurück. Es ist immer abhängig von der Haltung, welche Muskeln Sie dadurch kräftigen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 17.03.2015
  • Autor/in: Beatrix Deiß, Medizinredakteurin; Nina Prell, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätskontrolle: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Plesch, Christian/ Sieven, Rainer, Trzolek, Dieter: Handbuch Sportver• Deutscher Olympischer Sportbund, www.richtigfit.deletzungen. Meyer & Meyer Verlag, Aachen 2009.
  • Sportunfälle – Häufigkeit, Kosten, Prävention. Von Gläser, Heribert, (ARAG Allgemeine Versicherungs-AG), Henke, Dr. rer. nat. Thomas (Ruhr-Universität Bochum, Lehrstuhl für Sportmedizin). Herausgeber: ARAG Allgemeine Versicherungs-AG.
  • Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP): 10 Goldene Regeln für gesundes Sporttreiben, 2004.
  • Deutscher Olympischer Sportbund, www.richtigfit.de
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V., www.dge.de