Schmerzlindernde Einreibungen

Die Wirkstoffe Diclofenac, Ibuprofen, Piroxicam und Indometacin, die in Form von Salben, Gels, Cremes, Lösungen oder Sprays direkt auf die betroffene Stelle gegeben werden, sollen bei stumpfen Verletzungen die Schmerzen lindern und Entzündungen hemmen. In den meisten Fällen wird empfohlen, sie drei- bis viermal täglich anzuwenden. Die Wirkstoffe werden meist als Monopräparate angeboten, das Medikament enthält also nur einen Wirkstoff. Jedoch sind auch Kombinationen erhältlich: In manchen Präparaten wird zum Beispiel Acetylsalicylsäure mit dem pflanzlichen Mittel Aescin kombiniert. In anderen Zubereitungen sind neben Acetylsalicylsäure heparinähnliche Verbindungen enthalten.

Bitte beachten Sie: Sie sollten die Mittel auf keinen Fall auf offene Wunden, entzündete Hautstellen oder Schleimhäute auftragen. Zudem dürfen die Einreibungen nicht in die Augen gelangen, weshalb Sie sich direkt nach dem Auftragen die Hände waschen sollten.

Acetylsalicylsäurehaltige Einreibungen

Auch acetylsalicylsäurehaltige Einreibungen haben eine entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung. In einer Untersuchung stellte die Cochrane-Arbeitsgruppe jedoch fest, dass derartige Präparate bei akuten Schmerzen nicht besser wirken als Placebos. In jedem Fall gilt auch bei acetylsalicylsäurehaltigen Einreibungen: Tragen Sie sie nicht auf offene Wunden, entzündete Hautstellen und Schleimhäute auf. Außerdem sollte der Wirkstoff nicht in die Augen gelangen. Die Empfehlung der Hersteller lautet, das Präparat zwei- bis dreimal täglich in einer dünnen Schicht auf die betroffene Stelle aufzutragen. Bei empfindlichen Personen kann es zu Hautreizungen kommen.

Schmerzlindernde Cremes, Salben oder Gels sollten Sie nur auf die verletzte Körperpartie auftragen. Denn werden sie über längere Zeit großflächig angewendet, besteht die Möglichkeit, dass die Wirkstoffe in größerem Umfang in die Blutbahn geraten. Das wiederum kann den gesamten Organismus beeinträchtigen. Unerwünschte Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Störungen können auftreten. Zudem kann auf diese Weise die Wirkung anderer Arzneimittel beeinflusst werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 24.02.2012
  • Autor/in: Beatrix Deiß, Medizinredakteurin; Nina Prell, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätskontrolle: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Wessinghage, Thomas/ Feil, Wolfgang/ Ryffel, Jacqueline: Sportverletzungen von A-Z. Gesundheitscoach. Karl F. Haug Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart, 2009.
  • Plesch, Christian/ Sieven, Rainer, Trzolek, Dieter: Handbuch Sportverletzungen. Meyer & Meyer Verlag, Aachen 2009.
  • Sportunfälle – Häufigkeit, Kosten, Prävention. Von Gläser, Heribert, (ARAG Allgemeine Versicherungs-AG), Henke, Dr. rer. nat. Thomas (Ruhr-Universität Bochum, Lehrstuhl für Sportmedizin). Herausgeber: ARAG Allgemeine Versicherungs-AG.
  • Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP): 10 Goldene Regeln für gesundes Sporttreiben, 2004.
  • Deutscher Olympischer Sportbund, www.richtigfit.de
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V., www.dge.de
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