Naturheilmittel zum Einreiben

Bei Sportverletzungen werden häufig auch Naturheilmittel zum Einreiben eingesetzt:

  • Aescin: Der Wirkstoff wird aus Rosskastanien gewonnen. Aescin soll die Gefäße stabilisieren und so Schwellungen entgegenwirken.
  • Arnika: Arnika soll bei stumpfen Verletzungen eine entzündungshemmende, abschwellende und schmerzlindernde Wirkung haben. Die Extrakte wirken zusätzlich desinfizierend.
  • Beinwell: Der Wirkstoff soll, äußerlich angewendet, schmerzlindernd, entzündungshemmend und durchblutungsfördernd (und somit abschwellend) wirken.
  • Kampfer: In vielen Einreibungen ist Kampfer enthalten, da er schmerzhemmend wirken soll. Es können sogar „betäubende“ Effekte auf der Haut erzielt werden.
  • Fichtennadel- und Latschenkiefernöl: Den Wirkstoffen wird eine durchblutungsfördernde Wirkung nachgesagt. Zum Beispiel werden die Öle in Franzbranntwein häufig mit Kampfer oder Menthol kombiniert. Die Einreibungen sind lang bewährte Hausmittel bei Zerrungen, Verstauchungen und Prellungen.
  • Menthol: Menthol soll antiseptisch wirken und einen kühlenden Effekt auf Haut und Schleimhäute haben. Wenn es hoch dosiert wird, kann Menthol sogar den Schmerz betäuben.
Bitte beachten Sie: Wenn Sie Franzbranntwein länger verwenden, kann es zur Austrocknung der Haut und Hautreizungen kommen. Auch bei pflanzlichen Präparaten sollten Sie immer aufpassen, dass sie nicht an offene Wunden, entzündete Hautstellen, Schleimhäute und in den Bereich der Augen geraten.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 24.02.2012
  • Autor/in: Beatrix Deiß, Medizinredakteurin; Nina Prell, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätskontrolle: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Plesch, Christian/ Sieven, Rainer, Trzolek, Dieter: Handbuch Sportverletzungen. Meyer & Meyer Verlag, Aachen 2009.
  • Sportunfälle – Häufigkeit, Kosten, Prävention. Von Gläser, Heribert, (ARAG Allgemeine Versicherungs-AG), Henke, Dr. rer. nat. Thomas (Ruhr-Universität Bochum, Lehrstuhl für Sportmedizin). Herausgeber: ARAG Allgemeine Versicherungs-AG.
  • Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP): 10 Goldene Regeln für gesundes Sporttreiben, 2004.
  • Deutscher Olympischer Sportbund, www.richtigfit.de
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V., www.dge.de