Selbstmedikation bei Sportverletzungen

Wenn Sie den Verdacht haben, Sie könnten sich einen Bänder- oder Muskelriss oder gar einen Knochenbruch zugezogen haben, sollten Sie sofort zu einem Arzt gehen.

Frau cremt sich ein © Thinkstock
Ein Arztbesuch ist außerdem unumgänglich, wenn Sie unter starken Schmerzen leiden, das betroffene Körperteil nicht belastbar oder beweglich ist oder wenn eine Schwellung am nächsten Tag noch nicht zurückgegangen ist, obwohl Sie die Verletzung gekühlt haben. Denn erst wenn der Arzt eine Diagnose gestellt und die Ursache für die Beschwerden herausgefunden hat, können Sie nach Rücksprache mit ihm selbst behandeln.

Trotzdem sollte jeder Sportler ein paar Präparate für die Nachbehandlung von leichten Sportverletzungen zu Hause haben. Bei Zerrungen, Blutergüssen und Verstauchungen können Salben, Cremes und Gele direkt auf der betroffenen Stelle helfen. Abhängig vom Inhaltsstoff wirken sie entzündungshemmend und schmerzlindernd und können die Abschwellung und/oder das Auflösen von Blutergüssen fördern. Vor allem Gele werden meist als sehr angenehm empfunden, da sie gleichzeitig für Kühlung sorgen.

Wichtige Hinweise zu Arzneimitteln

Bitte beachten Sie: Wenn Sie mehrere Arzneimittel gleichzeitig anwenden, kann es grundsätzlich zu Wechselwirkungen kommen. Außerdem dürfen mache Medikamente bei bestimmten Krankheiten und gesundheitlichen Störungen überhaupt nicht eingenommen werden. Welche Krankheiten das bei jedem einzelnen Medikament sind, finden Sie im Beipackzettel unter dem Begriff Gegenanzeigen. Des Weiteren ist zu beachten, dass bestimmte Mittel nur für den kurzzeitigen Gebrauch geeignet sind. Welche Medikamente zur Anwendung kommen sollten, ist abhängig von Ort und Art der Verletzung.

Grundsätzlich eignen sich zur Behandlung von leichten Sportverletzungen zum Beispiel schmerzlindernde Einreibungen, heparinhaltige Einreibungen, bestimmte Naturheilmittel und Schmerzmittel. Außerdem werden auch homöopathische Mittel und Enzympräparate eingesetzt.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 10.03.2015
  • Autor/in: Beatrix Deiß, Medizinredakteurin; Nina Prell, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätskontrolle: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Plesch, Christian/ Sieven, Rainer, Trzolek, Dieter: Handbuch Sportverletzungen. Meyer & Meyer Verlag, Aachen 2009.
  • Sportunfälle – Häufigkeit, Kosten, Prävention. Von Gläser, Heribert, (ARAG Allgemeine Versicherungs-AG), Henke, Dr. rer. nat. Thomas (Ruhr-Universität Bochum, Lehrstuhl für Sportmedizin). Herausgeber: ARAG Allgemeine Versicherungs-AG.
  • Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP): 10 Goldene Regeln für gesundes Sporttreiben, 2004.
  • Deutscher Olympischer Sportbund, www.richtigfit.de
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V., www.dge.de