Proteine für den Muskelaufbau

Dem Körper werden durch Proteine (Eiweiße) aus der Nahrung einerseits Aminosäuren geliefert, die zum Beispiel für den Muskelaufbau notwendig sind. Andererseits gewinnt er dadurch auch Energie. Denn wenn ihm keine Kohlenhydrate mehr zur Verfügung stehen, greift der Körper auf die Fettreserven und bei starker Belastung auch auf Proteine zurück.

Fettarme Milch und Milchprodukte, Fisch, mageres Fleisch und Hülsenfrüchte enthalten beispielsweise viele Proteine. Von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) werden täglich 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht empfohlen. Der Durchschnitt liegt in Deutschland jedoch bei 1,2 bis 1,4 Gramm Eiweiß täglich, wodurch auch ein erhöhter Bedarf – zum Beispiel durch Ausdauer- oder Kraftsport – abgedeckt sind. Selbst für denjenigen, der seine Muskelmasse vergrößern möchte und extrem trainiert, ist das Einnehmen zusätzlicher Proteine – beispielsweise in Form von Eiweißdrinks – völlig unnötig.

Wer seinem Körper langfristig zu viele Proteine zuführt, kann ihn dadurch sogar schädigen. Denn er kann die überschüssigen Proteine nicht speichern und wandelt sie deshalb direkt in Energie oder Körperfett um. Außerdem müssen die Endprodukte, die beim Abbau der Proteine anfallen, über den Urin ausgeschieden werden. Das belastet die Nieren.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 17.03.2015
  • Autor/in: Beatrix Deiß, Medizinredakteurin; Nina Prell, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätskontrolle: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Plesch, Christian/ Sieven, Rainer, Trzolek, Dieter: Handbuch Sportverletzungen. Meyer & Meyer Verlag, Aachen 2009.
  • Sportunfälle – Häufigkeit, Kosten, Prävention. Von Gläser, Heribert, (ARAG Allgemeine Versicherungs-AG), Henke, Dr. rer. nat. Thomas (Ruhr-Universität Bochum, Lehrstuhl für Sportmedizin). Herausgeber: ARAG Allgemeine Versicherungs-AG.
  • Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP): 10 Goldene Regeln für gesundes Sporttreiben, 2004.
  • Deutscher Olympischer Sportbund, www.richtigfit.de
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V., www.dge.de