Antioxidative Nahrungsmittel

Während wir Sport treiben, entstehen in unserem Körper vermehrt sogenannte freie Radikale. Diese hochreaktiven Atome oder Molekülteile können durch Oxidation eine Schädigung der Gewebestrukturen im Körper verursachen. Dass sie gleichzeitig auch eine Minderung der muskulären Leistung hervorrufen sollen, ist derzeit jedoch nicht bewiesen. Auch die Zufuhr von Antioxidantien in Form von Vitamin-C-Tabletten nach dem Sport hat bisher keine Leistungsverbesserung gebracht.

Es gilt: Eine ausgewogene, vollwertige Ernährung versorgt den Körper mit ausreichend Antioxidantien. Eine zusätzliche Zufuhr von synthetisch hergestellten Vitaminen oder anderen Mikronährstoffen ist nicht erforderlich.
Um die antioxidativen Enzymsysteme herzustellen, benötigt der Körper Eisen, Zink, Mangan, Selen und Kupfer. Diese Spurenelemente sind beispielsweise in Lebensmitteln wie Vollkornbrot mit Natursauerteig, Kokosflocken, Haferflocken, Meeresfisch, Käse, Linsen und Erbsen enthalten, die Sie am besten mehrmals wöchentlich essen sollten.

Antioxidativ wirkende Lebensmittel können in drei Gruppen eingeteilt werden:
  • In Sojaprodukten, Sojakeimlingen und Kartoffeln sind Hemmstoffe enthalten.
  • Bitterstoffe – sogenannte Polyphenole – stecken in Gemüse (vor allem Zwiebeln, grünen Bohnen, Grünkohl, Brokkoli), Obst (vor allem Grapefruits, Trauben, Äpfel, Kirschen), Beeren (vor allem Johannisbeeren und Brombeeren), Walnüssen sowie grünem und schwarzem Tee.
  • Obst (vor allem Zitrusfrüchte) und Gemüse (vor allem Paprika und Karotten) enthalten Vitamin C sowie β-Carotin. In Weizenkeimen ist Vitamin E enthalten.
Sie sollten täglich zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse zu sich nehmen, um Ihren Körper ausreichend mit Antioxidantien zu versorgen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 17.03.2015
  • Autor/in: Beatrix Deiß, Medizinredakteurin; Nina Prell, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätskontrolle: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Plesch, Christian/ Sieven, Rainer, Trzolek, Dieter: Handbuch Sportverletzungen. Meyer & Meyer Verlag, Aachen 2009.
  • Sportunfälle – Häufigkeit, Kosten, Prävention. Von Gläser, Heribert, (ARAG Allgemeine Versicherungs-AG), Henke, Dr. rer. nat. Thomas (Ruhr-Universität Bochum, Lehrstuhl für Sportmedizin). Herausgeber: ARAG Allgemeine Versicherungs-AG.
  • Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP): 10 Goldene Regeln für gesundes Sporttreiben, 2004.
  • Deutscher Olympischer Sportbund, www.richtigfit.de
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V., www.dge.de
  • Ruhr-Universität Bochum: Antioxidative Vitamine und Sport (http://vmrz0100.vm.ruhr-uni-bochum.de/spomedial/content/e866/e2442/e7594/e7710/e7735/index_ger.html)
  • Ristow, Michael et al. (2009): Antioxidants prevent health-promoting effects of physical exercise in humans (http://www.pnas.org/content/106/21/8665.abstract)