Medikamente gegen das trockene Auge: Tränenersatzmittel

Filmbildner lindern die Beschwerden beim trockenen Auge. Sie sind in der Regel gut verträglich und können über einen längeren Zeitraum angewandt werden. Einige Medikamente können sogar während des Tragens von Kontaktlinsen eingetropft werden (z.B. Povidon oder Polyvinylalkohol in konservierungsmittelfreien Zubereitungen). Beachten Sie hierzu die Angaben im Beipackzettel.

Augentropfen im Fläschchen dürfen nach Anbruch nicht länger als 4-6 Wochen angewandt werden. Es kann sonst zu Infektionen am Auge kommen, wenn die Haltbarkeit überschritten wird. Am besten, Sie beschriften die Packung mit dem Datum des Anbruchs. So verhindern Sie unnötige Komplikationen.

Zubereitungen in Einzeldosenbehältnissen (Ophtiolen) enthalten keine Konservierungsstoffe und eignen sich nur zur einmaligen Anwendung. Reste angebrochener Ophtiolen dürfen deshalb am nächsten Tag nicht wieder verwendet werden. Infektionsgefahr!

Wichtiger Hinweis:
Bewahren Sie Filmbildner bzw. künstliche Tränenflüssigkeit nicht im Kühlschrank auf. Diese Medikamente können zähflüssig werden. Man kann sie dann nicht mehr ins Auge tropfen. Bei gleichzeitiger Anwendung anderer Augenarzneien soll zwischen der Anwendung der unterschiedlichen Medikamente mindestens ein Zeitraum von 15 Minuten liegen (Abweichungen je nach Produkt möglich). Handelt es sich dabei um wirkstoffhaltige Augentropfen gilt meistens die Regel: Filmbildner bzw. Tränenersatzmittel nach angemessenem Zeitabstand zuletzt eintropfen. Bei Augensalben findet man auch die umgekehrte Reihenfolge (erst Filmbildner, dann Augensalbe).

Wirkstoffe



  • Carbomer
  • Hypromellose
  • Retinolpalmitat
  • Glycerol, Hypromellose und Povidon


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