Hilfsmittel für das Stillen

Nicht immer klappt das Stillen reibungslos. Doch für die verschiedenen Stillprobleme wie langsames Trinken oder wunde Brustwarzen gibt es Hilfsmittel, die das Stillen erleichtern können – etwa Stillkissen, Stillhütchen oder Brustschalen.

Stillkissen machen das Stillen angenehmer

Manchmal kann Stillen eine langwierige Angelegenheit sein. Dann ist ein Stillkissen ein gutes Hilfsmittel. Es kann das Stillen aber auch erleichtern, wenn das Kind schnell trinkt. Die schlauchförmigen Kissen sind meistens ungefähr zwei Meter lang und haben eine leicht gekrümmte Form. Dadurch passen sie sich den Körperformen von Mutter und Baby an und machen es für die Stillende leichter, das Kind richtig an die Brust anzulegen.

Die Füllung kann zum Beispiel aus Wolle, Kunststoff oder Pflanzenmaterialien wie Dinkelspreu bestehen. Jedes Füllmaterial hat bestimmte Vor- und Nachteile: Kunststoffmaterialien sind zwar zum Beispiel pflegeleicht und haben wenig Gewicht, dafür können sie jedoch im schlimmsten Fall ungesunde Stoffe wie Styrol ausgasen. Bei pflanzlichen Füllungen besteht dieses Problem nicht. Dafür können sie schimmeln oder es können andere hygienische Probleme auftreten.

Hilfsmittel für das Stillen: Stillhütchen

Stillhütchen sind ein weiteres Hilfsmittel für das Stillen. Vor allem bei wunden Brustwarzen können sie der Mutter Linderung verschaffen. Die Stillhütchen werden einfach über die Brustwarze gestülpt. Sie sind jedoch nicht als Dauerlösung geeignet. Die Ursache für schmerzende Brustwarzen ist in den meisten Fällen eine falsche Anlegetechnik. Deshalb sollte sich die Mutter lieber von einer Hebamme oder Stillberaterin zeigen lassen, wie sie ihr Baby richtig anlegt, anstatt beim Stillen dauerhaft Stillhütchen zu verwenden.

Hilfsmittel für das Stillen: Brustschalen und Stilleinlagen

Auch Brustschalen sind Hilfsmittel, die die Beschwerden bei wunden Brustwarzen lindern sollen. Man legt sie in den BH – dort verhindern die Brustschalen dann, dass die Brustwarzen an der Kleidung reiben. Das Ziel sogenannter Stilleinlagen ist es, die Brust trocken zu halten – besonders wenn die Milch überfließt. Wenn die Milch aus der Brust läuft, während das Kind auf der anderen Seite trinkt, können sogenannte Milchauffangschalen helfen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 03.05.2017
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Dr. med. Susanne Segebrecht, Ärztin, Apothekerin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; Nina Prell, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: Berufsverband der Frauenärzte: Probleme beim Stillen: Wunde Brustwarzen (http://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_probleme-beim-stillen-wunde-brustwarzen_1162.html)
  • Schweitzer, Dora (2012): Stillen
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