Schnupfen und Husten beim Baby

Schnupfen und Husten machen Babys besonders zu schaffen, da sie selbst nichts dagegen tun können. Was Eltern tun können, um die Beschwerden ihres Kindes zu lindern.

Schnupfen: Wie Eltern Babys Nase reinigen können

Schnupfen setzt Säuglingen mehr zu als den „Großen“, denn sie können sich noch nicht schnäuzen. Hat ein Baby Schnupfen, hört es schon nach wenigen Schlucken auf zu trinken, da es nicht ausreichend Luft bekommt.

Um die Nase ihres Babys zu reinigen, können Eltern ihm erst ein paar Kochsalznasentropfen in die Nasenlöcher träufeln und sie dann mit zusammengedrehter, trockener Watte reinigen. Wattestäbchen sollten sie dafür nicht verwenden.

Bei Schnupfen regelmäßig lüften und Temperatur kühl halten

Es sind auch Nasensauger erhältlich, mit deren Hilfe sich das Sekret vorsichtig absaugen lässt. Eltern sollten hierbei jedoch darauf achten, dass sie keinen Druck auf die empfindliche Nasenscheidewand ausüben. Am besten funktioniert das Absaugen, wenn der Sauger etwas nach außen/unten an das Nasenloch gehalten wird. Außerdem ist es empfehlenswert, das Zimmer regelmäßig zu lüften und die Temperatur eher kühl zu halten, wenn das Baby Schnupfen hat. Dann können die Schleimhäute besser abschwellen.

Husten beim Baby: wichtig ist eine optimale Luftqualität

Hat ein Kind Husten, ist die wichtigste Maßnahme eine optimale Luftqualität. Das bedeutet: häufiges Lüften, eine Zimmertemperatur zwischen 18 und 20 Grad Celsius, eine möglichst hohe Luftfeuchtigkeit und Spaziergänge an der frischen Luft.

Auch Präparate mit ätherischen Ölen haben sich bewährt, um die Atemwege zu befreien. Wenn sie auf dem Rücken und der Brust des Babys aufgetragen werden, wirken sie über Stunden – besonders nachts. Hierbei sollten Eltern jedoch beachten, dass einige Präparate für Kinder unter zwei Jahren nicht zugelassen sind. Manche ätherischen Öle, die auch im Handel frei erhältlich sind, sollten bei Kindern unter zwei Jahren nicht zum Einsatz kommen, da sie Atemnot verursachen können.

Zwei Hustensaft-Typen: Hustenlöser und Hustenstiller

Es gibt zwei verschiedene Hustensaft-Typen: Hustenlöser und Hustenstiller. Soll Schleim abgehustet werden, kommen Hustenlöser zum Einsatz. Für Babys eignen sich zum Beispiel Präparate mit Efeuextrakt. Ist es das Ziel, trockenen Reizhusten zu lindern, können Eltern ihrem Kind Hustenstiller verabreichen. Kindern ab sechs Monaten kann der Arzt einen Saft verordnen. Im Gegensatz zu trockenem Husten, der oft am Anfang einer Erkältung auftritt, darf man einen sogenannten produktiven Husten mit Schleimbildung nicht unterdrücken.

Bei Säuglingen kann der Husten so heftig sein, dass sie erbrechen. Deshalb sollten Eltern ihr Kind nie mit Husten allein lassen und es aufmerksam beobachten. Ist der Husten sehr stark und geht eventuell sogar mit Atemnot einher, ist es ratsam, einen Kinderarzt aufzusuchen. Bei Babys mit hartnäckigem Husten hat sich das Inhalieren mit Kochsalzlösung als hilfreich erwiesen. Es sind spezielle Geräte mit Aufsätzen erhältlich, mit denen bereits Säuglinge inhalieren können.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 03.05.2017
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Dr. med. Susanne Segebrecht, Ärztin, Apothekerin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; Christina Wiener, Medizinredakteurin; Nina Prell, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: Dagmar von Cramm (2012): Unser Baby, das erste Jahr
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