Körperkontakt und Bewegung ist wichtig für Babys

Babys lieben Körperkontakt und Bewegung. Deshalb sollten Eltern ihr Kind häufig auf den Arm oder an den Körper nehmen und mit ihm Hautkontakt pflegen. Wann immer es möglich ist, sollten Babys sich frei bewegen und krabbeln sowie ohne Windel strampeln können.

PEKiP-Gruppen bieten Eltern Anregungen für zu Hause

Gruppen nach dem Prager Eltern-Kind-Programm (PEKiP), die es in vielen Städten gibt, bieten Eltern eine gute Möglichkeit, sich mit anderen Eltern auszutauschen. Spiel-, Bewegungs- und Sinnesanregungen für Eltern und ihre Kinder im ersten Lebensjahr stehen im Mittelpunkt dieser Gruppen. Der Kursleiter stellt ausgewählte, einfache Spielmaterialien zur Verfügung, die die Babys zum Ausprobieren anregen sollen. So erhalten Eltern Anregungen, wie sie auch zu Hause einfachste oder alltägliche Gegenstände dazu verwenden können, um mit ihrem Kind zu spielen.

Babymassage: Körperkontakt unterstützt Eltern-Kind-Bindung

Seit jeher sind Babymassagen in vielen Kulturen verbreitet – vor allem in Indien. Doch in der westlichen Welt gerieten sie lange Zeit in Vergessenheit. Erst in den Achtzigerjahren wurden sie durch den Arzt Frédérick Leboyer auch in Europa wieder ins Bewusstsein gerufen. Leboyer lebte einige Jahre in Indien und brachte die alte Tradition von dort mit. Seither erfreut sich die Babymassage großer Beliebtheit.

Dass diese Massagetechniken für das Baby gesund sind, belegen inzwischen auch Forschungsergebnisse. So zeigte sich zum Beispiel bei Frühgeborenen, die regelmäßig eine fachkundige Babymassage bekommen haben, dass sie sich besser entwickeln und gesundheitlich stabiler sind als Frühchen ohne Hautkontakt. Werden Frühgeborene dreimal am Tag massiert, nehmen sie schneller zu und können früher aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Außerdem dient die Babymassage auch der Kommunikation zwischen Eltern und Baby und hilft, deren Bindung zu festigen. Nebenbei lernt das Kind, sich zu entspannen und besser einzuschlafen.

Bewegung durch Babyschwimmen und Babyturnen

Babyschwimmen und Babyturnen dienen dazu, dem natürlichen Bewegungsdrang von Babys gerecht zu werden. Eltern können mit ihrem Kind schon nach dem dritten Lebensmonat beim Babyschwimmen mitmachen. Voraussetzung dafür ist jedoch immer, dass Eltern und Baby Spaß daran haben. Säuglinge können beim Babyschwimmen in den ersten Lebensmonaten Bewegungserfahrungen machen, die ihnen außerhalb des Wassers noch nicht möglich sind.

Die Bezeichnung „Schwimmen“ ist jedoch irreführend, denn die Babys lernen in den Gruppen nicht wirklich Schwimmen. Vielmehr handelt es sich um eine spielerische Gymnastik für Eltern und ihre Babys. Das Babyschwimmen bietet den Kindern Sinnes- und Bewegungseindrücke, die ihre Entwicklung fördern. Inzwischen ist das Babyschwimmen auch Gegenstand wissenschaftlicher Forschung.

Tipps für das Babyschwimmen

Was Eltern beim Babyschwimmen beachten sollten:
  • Das Wasser muss Trinkwasserqualität haben und zwischen 32 und 24 Grad Celsius warm sein.
  • Das Kind sollte weder satt noch hungrig sein.
  • Der Säugling darf keinen Infekt haben.
Neugeborene haben einen Atemschutzreflex, der bewirkt, dass sie bei plötzlichem Untertauchen die Atmung einstellen. Zwischen dem sechsten und neunten Lebensmonat verliert sich dieser Reflex wieder. Davor müssen sich Eltern also keine Sorgen machen, wenn der Kopf ihres Kindes mal unter Wasser kommt. Unterschiedliche Meinungen gibt es jedoch darüber, ob man mit Babys richtig abtauchen sollte. Es wird in manchen Kursen angeboten. Wenn Eltern mit ihrem Baby abtauchen möchten, sollten sie dies nur unter Anleitung des Kursleiters tun. Denn schließlich sollte die Aktion Spaß machen und das Baby nicht erschrecken.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 03.05.2017
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Dr. med. Susanne Segebrecht, Ärztin, Apothekerin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; Christina Wiener, Medizinredakteurin; Nina Prell, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: Berufsverband der Kinderärzte: Babymassage (http://www.kinderaerzte-im-netz.de/bvkj/show.php3?id=71&nodeid)
  • Pressemitteilung des Berufsverbands der Kinderärzte: Wenn Babyschwimmen – dann richtig. Panikmache nicht angebracht. (http://www.kinderaerzte-im-netz.de/bvkj/aktuelles1/show.php3?id=3781&nodeid=26&nodeid=26&query=Babyschwimmen)
  • Deutscher Hebammenverband (2011): Entspannt erleben: Babys 1. Jahr