Hebammenhilfe: Unterstützung auch nach der Geburt

Für frisch gebackene Eltern kann es sehr entlastend und beruhigend sein, die Hebammenhilfe zu nutzen. Mütter haben unabhängig von der Entbindungsart bis zum zehnten Tag nach der Geburt Anspruch darauf, dass täglich eine Hebamme zu ihnen nach Hause kommt. Termine danach erfolgen auf Absprache.

Innerhalb der ersten zwölf Wochen nach der Geburt übernimmt die Krankenkasse bis zu 16 Hebammenbesuche. Danach kann die Mutter noch achtmal persönlich oder telefonisch Still- oder Ernährungsberatung in Anspruch nehmen. Die Krankenkasse übernimmt auch noch weitere Besuche, wenn zum Beispiel der Haus- oder der Kinderarzt sie anordnet.

Die Wochenbettbetreuung im Rahmen der Hebammenhilfe umfasst:

  • die Versorgung des Nabels
  • die Beobachtung des Allgemeinzustands des Babys (Atmung, Temperatur, Gewicht, Trinkverhalten)
  • eine Ernährungsberatung und Anleitung zur Pflege des Babys
  • Hilfe bei Blähungen
  • die Anleitung zum Stillen und Hilfe bei Stillschwierigkeiten
  • die Kontrolle der Wundheilung bei Kaiserschnitt, Dammschnitt oder -riss
  • die Kontrolle der Rückbildung der Gebärmutter und erste Rückbildungsübungen
  • Beratung über Empfängnisverhütung nach der Geburt, Impfen und Kindererziehung
  • Informationen über Gesprächskreise, Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen für Eltern und Kinder
Darüber hinaus kann die Hebamme die frisch gebackene Mutter auch über zusätzliche Angebote informieren, die die Krankenkasse nicht bezahlt – etwa Babymassage, Babyschwimmen oder Yoga nach der Geburt.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 03.05.2017
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Dr. med. Susanne Segebrecht, Ärztin, Apothekerin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; Christina Wiener, Medizinredakteurin; Nina Prell, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: Deutscher Hebammenverband: Hebammenhilfe – was steht ihnen zu? (http://www.hebammenverband.de/index.php?id=785)
  • Deutscher Hebammenverband: Hebammenhilfe – was steht Ihnen zu (https://www.hebammenverband.de/familie/hebammenhilfe/)