Fieber bei Babys

Je jünger Kinder sind, desto öfter haben sie Fieber. Häufig sind Eltern dann sehr beunruhigt. Fieber ist jedoch keine Krankheit. Vielmehr handelt es sich dabei um eine notwendige und intelligente Reaktion des Körpers, um Krankheitskeime abzuwehren. Es gibt Kinderärzte, die dazu raten, ab einer Temperatur von 38,5 Grad Celsius mit fiebersenkenden Maßnahmen anzufangen. Andere empfehlen wiederum, das Fieber erst ab 39 Grad Celsius zu senken.

Kind mit Fieber nachts nicht allein im Zimmer lassen

Wann Eltern mit dem Senken des Fiebers beginnen sollten, ist vor allem vom Zustand des Kindes abhängig. In der Nacht sollte ein hoch fieberndes Kind nicht allein im Zimmer bleiben. Denn so bemerken Eltern einen möglichen Fieberkrampf oder eine Verschlechterung des Allgemeinzustands schneller. Hat ein Kind bereits einen Fieberkrampf durchlebt, wird häufig empfohlen, bereits ab 38 Grad Celsius mit fiebersenkenden Maßnahmen zu beginnen.

Paracetamol ist für Babys mit Fieber geeignet

Paracetamol ist in vielen Medikamenten enthalten und wirkt gegen Fieber und Schmerzen. Prinzipiell ist diese Substanz auch für Babys geeignet. Jedoch ist es wichtig, auf die richtige Dosierung und die Höchstmenge je nach Alter und Gewicht des Säuglings zu achten. Speziell für Babys unter drei Monaten und ab drei Kilogramm Körpergewicht sind Zäpfchen mit 75 Milligramm Paracetamol erhältlich. Der Arzt kann sie verschreiben, die Zäpfchen können Eltern aber auch freiverkäuflich erwerben.

Häufig haben Babys bei Fieber keinen Appetit

Häufig haben Säuglinge mit Fieber keinen Hunger und trinken nur wenig an der Brust. Gelegentlich haben Babys zudem mit Erbrechen und Durchfall zu kämpfen. Das alles bewirkt, dass der Körper viel Flüssigkeit verliert. Wenn diese Flüssigkeit nicht ersetzt wird, kann das schnell zu einer Austrocknung (Exsikkose) führen. Deshalb sollten Eltern ihrem Kind bei Erkältung, Erbrechen und Durchfall zusätzlich zur Muttermilch reichlich Flüssigkeit geben – am besten ungesüßten Tee. Gelingt es nicht, das Baby wieder zum Trinken zu bringen, muss ein Kinderarzt oder die Notaufnahme eines Krankenhauses aufgesucht werden.

Eltern können eine drohende Austrocknung ihres Kindes an folgenden Anzeichen erkennen:
  • trockene Mundhöhle und Lippen
  • eingesunkene Fontanelle
  • seltener Lidschlag
  • Trinkverweigerung
Autoren und Quellen Aktualisiert: 26.07.2012
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Dr. med. Susanne Segebrecht, Ärztin, Apothekerin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; Christina Wiener, Medizinredakteurin; Nina Prell, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: Berufsverband der Kinderärzte: Sofortmaßnahmen: Fieber (http://www.kinderaerzte-im-netz.de/bvkj/contentkin/show.php3?id=12&nodeid=58&nodeid=58&query=Infekte)
  • Dagmar von Cramm (2012): Unser Baby, das erste Jahr
  • Deutscher Hebammenverband (2011): Entspannt erleben: Babys 1. Jahr
  • Weigert, Vivian (2011): Babys erstes Jahr