Wichtige Vitamine in der Schwangerschaft: Vitamin A

Frauen in der Schwangerschaft sollten eine Überdosierung mit Vitamin A vermeiden. Zwar spielt es eine Rolle bei der Lungenreifung des Ungeborenen, zu viel Vitamin A schadet ihm jedoch.

Wenn eine Schwangere zum Beispiel sehr viel oder häufig Leber isst, ist eine Überdosierung möglich. Denn aufgrund von Vitamin-A-Zusätzen in Futtermitteln von Schlachttieren wurden in Leber sehr hohe Vitamin-A-Werte gemessen. Deshalb sollten werdende Mütter Leber und Leberprodukte wie etwa Leberpastete oder Leberwurst besonders im ersten Schwangerschaftsdrittel nur ausnahmsweise verzehren.

Kritischer Zeitraum: dritte bis neunte Woche der Schwangerschaft

Als kritischer Zeitraum gilt die dritte bis neunte Woche der Schwangerschaft. Jedoch wissen viele werdende Mütter dann noch gar nicht, dass sie ein Kind erwarten. Frauen, die während der Schwangerschaft ab und zu Leber gegessen haben, sollten sich aber nicht unnötig Sorgen machen. Bisher ist nur ein Fall bekannt, in dem der tägliche Verzehr größerer Mengen Leber als Ursache für die Schädigung des Fötus ausgemacht werden konnte. Vorsicht sollten Schwangere jedoch bei zusätzlichem Vitamin A aus Vitaminpräparaten oder etwa „ACE“-Getränken walten lassen.

Vitamin-A-Bedarf durch normale Ernährung gedeckt

Experten gehen davon aus, dass eine normale Ernährung den Körper ausreichend mit Vitamin A versorgt. Vitamin A steckt zum Beispiel in orangefarbenem Obst und Gemüse (Pfirsichen, Aprikosen, Karotten, Gemüse- und Hokkaido-Kürbissen), Käse, Butter und Eigelb, aber auch in fettem Fisch. Eine Vitamin-A-Überdosierung müssen werdende Mütter nicht befürchten, denn das Vitamin liegt in pflanzlichen Nahrungsmitteln in einer Vorstufe vor, die nur bei Bedarf im Körper verstoffwechselt wird.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 15.06.2016
  • Autor/in: vitanet.de; Nina Prell, Medizinredakteurin
  • Quellen: Briese, Volker (2010): Ernährungsberatung in der Schwangerschaft
  • aid infodienst: Was ist beim Verzehr von Innereien zu beachten? (http://www.was-wir-essen.de/abisz/rindfleisch_verbraucherschutz_innereien.php)