Koordinierungsstellen "Rund ums Alter" bieten konkrete Unterstützung

In vielen Bundesländern findet man in Kommunen, Gemeinden oder Landkreisen Beratungs- und Koordinierungsstellen für ältere Menschen und ihre Angehörigen. Dort erhalten ältere Menschen und ihre Angehörigen umfassende Informationen und Auskünfte zu Fragen "Rund ums Alter" und werden kompetent zu allen, auch sehr individuellen, Problemlagen des Alters beraten.

In Berlin gibt es beispielsweise ein flächendeckendes Netz von Beratungs- und Koordinierungsstellen "Rund ums Alter", die bezirksbezogen Information, Beratung und Unterstützung für ältere Menschen und ihre Angehörigen anbieten (zentrale Rufnummer: 0 180-595 00 59). Die Koordinierungsstellen "Rund ums Alter" sind Einrichtungen der sozialen Arbeit, werden vom Land Berlin gefördert und über die Liga der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege finanziert. Die Beratung ist kostenlos und anbieterneutral, das heißt, sie zielt nicht darauf ab, die Angebote der beteiligten Verbände zu empfehlen. Bundesweit werden die Pflegestützpunkte, die das Pflege-Weiterentwicklungsgesetz von Juli 2008 vorsieht, diese Rolle übernehmen - sie sind allerdings noch im Aufbau.

Die Berliner Koordinierungsstellen "Rund ums Alter" verstehen sich als Fachberatungs- und Servicestellen bzw. Erstanlaufstellen für die älteren Bürger und ihre Angehörigen. Sie informieren und beraten z.B. über ambulante Angebote sowie über teilstationäre und stationäre Einrichtungen. Konkret erhält man dort unter anderem:

Informationen über:
Beratung zu:
  • Wohnen und Leben zu Hause bei Krankheit, Behinderung oder Pflegebedürftigkeit
  • Möglichkeiten der Rehabilitation
  • Alten- und behindertengerechte Wohnungsanpassung
  • Entlastung und Unterstützung für (pflegende) Angehörige
  • Sozialrechtliche Fragen
  • Widerspruchsverfahren.
Älteren hilfebedürftigen Menschen wird darüber hinaus auch konkrete Unterstützung bei der Auswahl der geeigneten Hilfs- und Versorgungsmöglichkeiten, der erforderlichen Wohnungsanpassung und bei der Organisation, Koordination und Kontrolle der für sie notwendigen Hilfs- und Versorgungsleistungen angeboten. Wer gesundheitlich nicht in der Lage ist, die Beratungs- und Koordinierungsstelle selbst aufzusuchen, den besuchen die Mitarbeiter nach vorheriger Absprache auch vor Ort.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 05.06.2008
  • Autor/in: Susanne Zöllner, Diplom-Sozialarbeiterin
  • Quellen: Abgeordnetenhaus von Berlin: Mitteilung über Erhalt der Koordierungsstellen für ambulante Rehabilitation, Drucksache 13/1442, 13. Wahlperiode
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