Warum Hitzeanfälle im Klimakterium so häufig sind
Plötzlicher Östrogenabfall
Vermutlich werden durch den abrupten Östrogenabfall die Wärmezentren im Hypothalamus durcheinander gebracht. Der Hypothalamus ist die Hirnregion, in der das follikelstimulierende Hormon (FSH) produziert wird und die auf starke Schwankungen des Östrogenspiegels sehr sensibel reagiert. Durch den plötzlichen Abfall von Östrogen im Zentralnervensystem kommt es möglicherweise zu Schwankungen bei bestimmten Neurotransmittern (Gehirnbotenstoff) wie dem Noradrenalin. Dies führt zu einem Anstieg der Hauttemperatur und einem subjektiven Hitzegefühl.
Progesteronmangel
Eine weitere Ursache für Hitzewallungen und Schweißausbrüche ist anscheinend der Mangel an Progesteron (Gelbkörperhormon). Das Abfallen dieses Sexualhormons in den Wechseljahren kann auch zu Schlafstörungen führen. Denn bestimmte Stoffwechselprodukte des Progesterons - die Pregnalonone - wirken sedierend und schlaffördernd.
Einige Frauen finden die Hitzewallungen angenehm
Frauen empfinden Hitzewallungen als auf- oder absteigende Wärmewellen, die von der Brust, vom Hals oder Kopf ausgehen. Die Flashes (deutsch: Blitze), wie Mediziner die Hitzewallungen auch nennen, kündigen sich oft durch ein Druckgefühl im Kopf und durch Unbehagen an. Nicht alle Frauen betrachten die Flashes allerdings als Plage, schreibt Dr. Susan Love in ihrem "Menopause und Hormone Book": So gibt es einige, die ihr Leben lang viel gefroren haben und die Hitzewallungen jetzt als angenehme Wärmequelle begrüßen. Andere Frauen betrachten die Flashes als eine Art Energiespender und haben das Gefühl, mit ihrer Hilfe schneller durch die Wechseljahre zu kommen.
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