Wo Frauen über Wechseljahre offen reden können
Keine grauen Mäuschen
"Viele Frauen um die 50 fühlen sich ausgegrenzt. Sie finden es schwierig irgendwo rein zu kommen - und dann haben sie obendrein noch mit körperlichen Beschwerden wie Hitzewallungen und Schlafstörungen zu tun", sagt Marlene Neske, Sozialpädagogin und Psychodramaleiterin, die am Frauenklinikum der Universität Freiburg die Gruppe "Frauen in den Wechseljahren" mit gegründet hat.
Es sind nicht zurückgezogene, graue Mäuschen, die die Freiburger Gruppe besuchen: Viele Teilnehmerinnen arbeiten, z.B. als Lehrerin oder Apothekerin. Trotzdem fehlt ihnen jemand, mit dem sie über das Thema Wechseljahre sprechen können. "Manche Frau denkt darum zunächst, sie sei die Einzige, die Probleme mit den Wechseljahren habe", meint die 50-Jährige.
Vorherrschende Themen: Partnerschaft und Beruf
Auf dem Programm der Freiburger Gruppe stehen medizinische Themen wie die Hormonersatztherapie und alternativen Behandlungsformen. Doch für die meisten Teilnehmerinnen sind dies Randinteressen. "Wo stehe ich jetzt? Wo möchte ich hingehen? Diese Fragen sind für die Frauen viel drängender", sagt Neske. Auf der Tagesordnung finden sich deshalb auch Themen wie Partnerschaft, Berufsperspektiven, Ablösung von den Kindern und Umgang mit den eigenen, eventuell schon pflegebedürftigen Eltern.
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