Hungern ist schlecht für Figur und Muskeln
Denn hinzu kommt: Der Körper braucht tagsüber Kohlenhydrate für Muskelleistung. "Aber wo nimmt er die Energie her, wenn ihm keine zugeführt wird? Aus Körperfett können keine Kohlenhydrate werden. Also beginnt er körpereigenes Eiweiß abzubauen", erklärt Maja Döring, leitende Diätassistentin des Stoffwechsel-Centrums und der Ernährungsmedizin am Campus Virchow-Klinikum der Charité in Berlin. Auf diesem Wege schwindet der Eiweißanteil - die Substanz, in der der Stoffwechsel stattfindet. Der Eiweißanteil in Muskeln, Organen und Zellen braucht Energie. Nimmt der Eiweißanteil ab, sinkt aber der Energieverbrauch. Dies erklärt, weshalb manche Frauen zunehmen, obwohl sie immer weniger essen (Jo-Jo-Effekt).
Ein Schwund des Eiweißanteils hat aber noch weitreichendere Folgen: Da die Muskeln aus Eiweiß bestehen, führen Hungermarathone zum Gegenteil von einer "knackigen Figur". Der Körper wird über das altersbedingte Maß hinaus schlaff.
Viel wirkungsvoller als stundenlanges Hungern ist:
- fünf bis sechs kleinere Mahlzeiten über den Tag zu verteilen
- darauf zu achten, dass nur 25-30% der täglich aufgenommenen Energie (Kalorien) aus Fett besteht
- viele komplexe Kohlenhydrate zu essen
- "5 am Tag" zu essen: drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE)
- bei Light-Produkten vorsichtig zu sein: Sie sind zwar fettreduziert, doch enthalten die Milchprodukte oft reichlich Zucker
- Alkoholkonsum beschränken
- dreimal die Woche mindestens 30 Minuten Ausdauertraining zu treiben.
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