Alterstheorien: Warum wir altern
Jede Art von Lebewesen ist durch eine charakteristische maximale Lebensdauer gekennzeichnet. Damit ist nicht etwa die durchschnittliche Lebenserwartung gemeint, sondern die maximal mögliche Lebensspanne eines Individuums einer bestimmten Art. Dieser Wert beträgt beispielsweise für eine Eintagsfliege einen Tag, für Hunde etwa 12-15 Jahre, für Pferde etwa 30 Jahre und den Menschen ca. 120 Jahre. Hier stellt sich die spannende Frage, wodurch die maximale Lebensdauer festgelegt wird und welche Prozesse für das Altern verantwortlich sind. Die nachfolgend aufgeführte Tabelle beschreibt einige Beispiele von vielen Theorien über das Altern.
| Theorie |
Hauptthesen |
|---|---|
| Erblichkeits- oder genetische Theorie | Altern ist genetisch programmiert, d.h. Intensität und Geschwindigkeit des Alterns hängen von Erbeinflüssen ab. |
| Mutationstheorie | Mit zunehmendem Alter werden Veränderungen (Mutationen) der genetisch festgelegten Erbinformationen immer häufiger und führen zu einem Funktionsverlust von Zellen und Geweben. |
| Abnutzungstheorie | Jeder Organismus verfügt bei Geburt über einen bestimmten Energievorrat und stirbt, wenn dieser Vorrat erschöpft ist. |
| Stresstheorie | Stresssituationen können durch die Auslösung stressbedingter Erkrankungen (z.B. Bluthochdruck) zu vorzeitigem Altern und verkürzter Lebenserwartung führen. |




