Wohnung und Haus bergen oft diverse Stolperfallen

Ein Sturz ist nicht nur abhängig von der geistig-körperliche Verfassung. Auch eine gedankenlos gestaltete Wohnumgebung kann das Sturzrisiko drastisch erhöhen.
Zu den typischen Stolperfallen gehören:
  • schlechte Beleuchtung (insbesondere in Treppenhäusern)
  • Türschwellen und Teppichkanten
  • lose umherliegende Kabel
  • rutschiger Boden, glatter Fliesenboden, lose Teppiche
  • hohe Treppenstufen mit kleinem Tritt
  • fehlendes Treppengeländer
Sonstige Stolperfallen:
  • rutschige Wege durch Herbstlaub, Regen oder Schneeglätte
  • falsches Schuhwerk: schlecht sitzende Schuhe, glatte Sohle, hohe Absätze
  • ungeeignete Hilfsmittel: zu lange Gehstöcke, unpassende Sehhilfen (z.B. nicht angepasste Gläserstärke bei der Brille)
Auf das Schuhwerk ist besonderes Augenmerk zu legen. Ungünstig sind Schuhe mit gedämpfter Sohle (Turnschuhe), da der Untergrund schlechter wahrgenommen werden kann. Auch das Barfußgehen ist für uns, die an das Gehen in Schuhen gewöhnt sind, nicht immer günstig. Schuhe geben Halt und beispielsweise ein Umknicken mit Sturzfolge tritt durch gutes Schuhwerk seltener auf.

Sie sollten darauf achten, dass die Schuhe:
  • gut passen (nicht ausgetreten sind)
  • hinten geschlossen sind
  • eine relativ harte und dünne Sohle haben
  • gut anzuziehen sind.
Sie können zusammen mit dem Hausarzt überlegen, ob es sinnvoll ist, Schuhe individuell anpassen zu lassen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 21.04.2011
  • Autor/in: Dr. med. Anja Vogt, Ärztin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin.
  • Quellen: T. Nikolaus: Klinische Geriatrie, Springer-Verlag 2000
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