Medikamente im Alter: Besonderheiten bei der medikamentösen Therapie älterer Menschen
In den europäischen Industrieländern und den USA sterben laut Statistiken jährlich mehr Menschen durch Arzneimittelnebenwirkungen und -wechselwirkungen als durch Verkehrsunfälle. Die meisten sind älter als 65 Jahre.
In Deutschland werden laut Arzneimittelkommission der Bundesärztekammer jährlich zwischen 15.000 und 20.000 Patienten wegen Arzneimittelvergiftung stationär behandelt. Andere Industrieländer berichten über ähnliche Zahlen.
Somit ist es notwendiger denn je, dass Ärzte aller Fachrichtungen gut über die Besonderheiten des älteren Menschen informiert sind und sich mit den mitbehandelnden Kollegen, Pflegepersonal, Angehörigen und den Patienten austauschen. Nur so können Sie die notwendigen Medikamente bewusst und verantwortungsvoll einsetzen. Im Zweifelsfall sollte der behandelnde Arzt einen Kollegen, der sich auf die Behandlung älterer Menschen spezialisiert hat, einen Geriater, hinzuziehen. Außerdem ist es wichtig, dass Medikamente von der Pharmazeutischen Industrie nicht wie bisher üblich meist an jungen, gesunden Männern im Alter zwischen 20 und 50 geprüft werden, sondern dass die Besonderheiten von Menschen über 60 Jahren besser berücksichtigt werden.
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