Augenkrankheiten im Alter werden oft zu spät erkannt

Das Alter macht auch vor den Augen nicht Halt: Die Linse im Auge verändert ihre Größe und kann zunehmend eintrüben. An der Netzhaut machen sich Alterungs-Prozesse bemerkbar. Schon durch diese Vorgänge nimmt die Sehkraft mit dem Alter deutlich ab, ohne dass spezielle Augenkrankheiten vorliegen müssen. Ein Beispiel ist die Altersweitsichtigkeit. Sie entsteht, weil die Linse nicht mehr so flexibel ist wie bei jungen Menschen.
Typische Augenkrankheiten im Alter sind:
Auch ein jahrelang bestehender Diabetes mellitus kann durch eine diabetische Retinopathie zu Veränderungen im Auge führen, und das auch schon bei jüngeren Menschen. Ebenfalls ein Problem im Alter können trockene Augen sein: Die Augen brennen und jucken, die Patienten klagen über ein Fremdkörpergefühl und fühlen sich schnell geblendet.

Das Glaukom, die AMD und die diabetische Retinopathie sind sehr ernstzunehmende Augenkrankheiten, da sie zur Blindheit führen können. Dabei haben die Patienten zu Beginn der Erkrankung keinerlei Beschwerden. Die treten erst dann auf, wenn das Auge schon bleibende Schäden hat. Deshalb ist die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung beim Augenarzt sehr wichtig, um eine Therapie zu beginnen, bevor das Sehen beeinträchtigt ist.
  • Autor/in: Dr. med. Karen Strehlow, Ärztin und Fachzeitschriftenredakteurin, Charité - Universitätsmedizin Berlin
  • Quellen: Augenklinik des UniversitätsSpital Zürich
  • H. J. Küchle, H. Busse, M. Küchle: Taschenbuch der Augenheilkunde, Verlag Hans Huber 1998
  • Interviews mit Dr. Christine Stamm, Leiterin der Beratungsstelle für Sehbehinderte in Berlin und Dr. Anja Liekfeld, Oberärztin an der Universitäts-Augenklinik der Charité in Berlin
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