Neun Tipps, damit die Urlaubserholung lange hält

Gestern noch am Strand, heute schon wieder am Schreibtisch, eingebunden in Terminpläne und Verpflichtungen – bei vielen ist dann die Erholung wenige Tage nach dem Urlaub wieder verschwunden.

Mann entspannt im Büro © Thinkstock
Doch es gibt ein paar einfache Tricks, um die Entspannung aus den schönsten Wochen des Jahres in den Alltag hinüberzuretten und möglichst lange zu erhalten.

  1. Anlaufzeit gönnen: Legen Sie Ihren Urlaub so, dass Sie nicht am nächsten Tag gleich wieder zur Arbeit müssen, sondern ein oder besser zwei Tage Zeit zu Hause haben, um sich in Ruhe wieder umzustellen. Der erste Arbeitstag ist also am besten der Donnerstag, dann ist die Arbeitsoche kurz und das Wochenende ist schnell wieder da.
  2. Arbeitsstart langsam angehen: Übernehmen Sie sich nicht an den ersten Tagen. Was zwei Wochen liegen geblieben ist, kann und muss nicht innerhalb von zwei Tagen aufgeholt werden.
  3. To-do-Liste: Schreiben Sie alle Aufgaben, die Sie erledigen müssen, auf. Ordnen Sie diese nach ihrer Priorität – das Wichtigste kommt zuerst, danach folgen die weniger drängenden Dinge. So erhalten Sie nicht nur einen guten Überblick über Ihr Arbeitspensum, sondern haben das Gefühl, es sicher im Griff zu haben. Das beugt Stress und Überlastung vor.
  4. Stress ausbremsen: Wenn sich Stress trotzdem nicht vermeiden lässt, hilft Sport, ihn wieder abzubauen. Mit einer kleinen Jogging- oder Walkingrunde am Abend oder ein paar Kilometern auf dem Fahrrad verschwindet der Druck und der Kopf wird wieder frei.
  5. Ablenkung: Nehmen Sie ein kleines Urlaubssouvenir zur Arbeit mit und stellen Sie es auf den Schreibtisch oder ins Regal. Schauen Sie es immer mal wieder an und denken Sie dabei an den Urlaub. Diese kurze Gedankenreise schenkt bereits Erholung.
  6. Täglich etwas Urlaub: Erholung sollte nicht nur im Urlaub stattfinden, sondern jeden Tag. Planen Sie täglich etwas ein, das Ihren Alltag entschleunigt, Entspannung und Freude bereitet – beispielsweise einen Spaziergang in der Mittagspause oder einen Stadtbummel nach der Arbeit.
  7. Rituale einbauen: Die kurze Teepause nachmittags oder ein Lieblingsmusikstück beim Heimkommen nach der Arbeit – Rituale schenken eine kleine Auszeit vom Alltag.
  8. Urlaubsküche genießen: Statt abends noch zu kochen, gehen Sie doch mal in ein italienisches oder griechisches Restaurant – je nachdem, in welchem Land Sie Ihren Urlaub verbracht haben – und schwelgen Sie in Urlaubserinnerungen. Oder kochen Sie zu Hause die Gerichte nach, die Ihnen im Urlaub besonders gut geschmeckt haben.
  9. Wochenende nutzen: Versuchen Sie, Ihr Wochenende wie zwei Urlaubstage zu verbringen – zum Frühstücken in ein Café, danach zum Baden oder ein Besuch im Museum, ein Bummel durch die Altstadt – als wären Sie ein Tourist in Ihrer Heimatstadt. Häufig kennen wir die schöne, touristische Seite unserer eigenen Stadt nicht, da wir sie im Alltag immer vor Augen haben.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 11.07.2018
  • Autor/in: Monika Preuk M. A., Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin; medizinische Qualitätssicherung: Saskia Thérèse Schirmer, Ärztin
  • Quellen: De Bloom J, Kompier M, Geurts SA et al (2009). Do we recover from vacation? Meta-analysis of vacation effects on health and well-being. J Occup Health. 51(1):13-25. (abgerufen am 18.05.2018).
  • De Bloom J, Geurts SA, Sonnentag S et al. (2011) How does a vacation from work affect employee health and well-being? Psychol Health. 26(12):1606-22. (abgerufen am 18.05.2018).
  • De Bloom J, Geurts SA, Kompier MA. (2012) Effects of short vacations, vacation activities and experiences on employee health and well-being. Stress Health. 28(4):305-18. (abgerufen am 18.05.2018).
  • De Bloom J, Radstaak M, Geurts SA. (2014) Vacation effects on behaviour, cognition and emotions of compulsive and non-compulsive workers: do obsessive workers go ‚cold turkey‘? Stress Health. 30(3): 232-43. (abgerufen am 18.05.2018).