Therapie des Zervikalsyndroms: Reizstrombehandlung und Ultraschall

Bei der Reizstrombehandlung soll die verspannte Muskulatur beim Zervikalsyndrom (HWS-Syndrom) gelockert werden. Die Ultraschallbehandlung erzeugt eine „Mikromassage“. Sie löst ebenfalls die Muskelverhärtungen beim Zervikalsyndrom.

Reizstrombehandlung

Die sogenannte Iontophorese ist eine Behandlung, bei der mithilfe des elektrischen Stroms geringe Mengen muskelauflockernder Medikamente in das Unterhautgewebe eingebracht werden. Die Behandlung dauert etwa zehn bis zwanzig Minuten. Um eine ausreichende Wirkung zu erzielen, sind mindestens ein halbes Dutzend Anwendungen erforderlich.

Auf der Kombination von Wechsel- und Gleichströmen beruht die Anwendung diadynamischer Ströme nach Bernard. Dieses praktisch nebenwirkungsfreie Verfahren mit Ausnahme von Herzschrittmacherpatienten und Patienten mit Metallimplantaten, steigert die Durchblutung, setzt die Muskelspannung herab und lindert den Schmerz.

Ultraschall

Von einem Behandlungskopf, der vom Therapeuten über die verspannten Muskelpartien bewegt wird, gehen nicht hörbare Schallwellen aus. Der Schalldruck führt zu einer inneren Reibung im Gewebe, erzeugt dabei Wärme und versetzt die Zellen in eine Schwingung. Man spricht von einer Mikromassage. Muskelverhärtungen werden aufgelockert, die Spannung nimmt ab.

Besonders Beschwerden, die von den Muskelansätzen des Hinterhaupts oder der Innenseite des Schulterblatts ausgehen, sprechen gut auf eine Ultraschallbehandlung an. In niedriger Dosierung ist die Ultraschalltherapie nebenwirkungsfrei.

Für diese Maßnahmen liegen jedoch bisher keine ausreichenden Daten zur Wirksamkeit vor, die über den Placeboeffekt hinausgeht.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 02.09.2014
  • Autor/in: Anja Dolski, Medizinredakteurin, vitapublic GmbH; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
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