Therapie des Zervikalsyndroms: Krankengymnastik und Massage

Eine Massage durch fachkundige Hände hat beim Zervikalsyndrom (HWS-Syndrom) oft einen positiven Effekt. Krankengymnastik (Physiotherapie) sollte die Grundlage der Therapie bei Nackenschmerzen sein. Die Übungen lockern und stärken die Muskulatur gleichzeitig.

Frau bei der Massage © Thinkstock

Manuelle Massage

Eine Verspannung lässt sich mit verschiedenen muskellockernden Therapieverfahren lindern oder beseitigen. Am bekanntesten ist die manuelle Massage. Sie wird häufig mit einer Rotlichtbestrahlung oder Wärmepackungen (zum Beispiel Fango) ergänzt. Die Wärme verbessert die Durchblutung und entkrampft die Muskulatur. Nach dieser Vorbereitung ist es für den Masseur einfacher, die verspannten Muskelstränge sowie besonders schmerzhafte Punkte und isolierte Muskelknoten (Myogelosen) zu ertasten. Sehr oft verschwindet der muskuläre Hartspann nach fünf bis zehn Behandlungen.

Der langfristige Erfolg hängt vor allem davon ab, ob es dem Patienten gelingt, sich körperlich umzustellen und einen Ausgleichssport zu beginnen und ob er seine Arbeit so umstrukturieren kann, dass erneute Überbelastungen vermieden werden.
Eine gute Massage schmerzt nicht
Bereits während der Massage sollen Sie das Gefühl haben, dass sich die Muskulatur entkrampft, um sich danach wie befreit zu fühlen. Die Beweglichkeit der Halswirbelsäule nimmt zu, die Schmerzen werden gelindert. Eine derart kräftige Massage, dass sie schmerzt, mag beim Gesunden nach einem Saunagang angezeigt sein, für die verspannte oder schmerzende Halswirbelsäule ist sie Gift.

Krankengymnastik (Physiotherapie)

Krankengymnastik (Physiotherapie) hat sich bei wiederkehrenden Verspannungen bewährt. Hierbei geht es weniger darum, die Muskulatur der Halswirbelsäule zu trainieren, als vielmehr Techniken zu erlernen, mit denen man sich selbst entspannen und die Beweglichkeit des Kopfes verbessern kann.

Die Physiotherapeutin oder der Physiotherapeut wählt speziell für Sie bestimmte Übungen aus. Gezielte Übungen verbessern die Durchblutung, beseitigen Verspannungen und führen zu einer Kräftigung Ihrer Muskulatur. Das Ziel des Muskeltrainings ist es, Ihre Muskulatur für die Anforderungen des täglichen Lebens leistungsfähiger zu machen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 02.09.2014
  • Autor/in: Anja Dolski, Medizinredakteurin, vitapublic GmbH; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
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