Zervikalsyndrom (HWS-Syndrom) – Diagnose

Bei der Diagnostik eines Zervikalsyndroms (auch Halswirbelsäulensyndrom oder HWS-Syndrom) steht die körperliche Untersuchung im Vordergrund. Der Arzt tastet die harten Stränge der Schulter- und Nackenmuskulatur ab. Er untersucht, ob die inneren Ränder der Schulterblätter sehr schmerzhaft sind. Auch die Bewegung des Kopfes kann eingeschränkt sein (steifer Hals). Da den Beschwerden eine statische Überlastung zugrunde liegt, die vor allem die Muskulatur betrifft, sollten die Nerven nicht beeinträchtigt sein.

Falls es Ihr Arzt für notwendig erachtet, können der körperlichen Untersuchung bildgebende Verfahren folgen, um eventuelle andere Krankheiten wie beispielsweise Erkrankungen der Wirbelsäule oder Bandscheiben auszuschließen. Dafür stehen verschiedene bildgebende Verfahren zur Verfügung:
  • Röntgen
    Das Röntgenbild gibt Aufschluss über eventuelle Fehlstellungen der Wirbelsäule. Allerdings erlaubt das Röntgenbild keine Aussage darüber, ob der Patient wegen dieser Veränderungen unter Schmerzen leidet.
  • Computertomografie (CT)
    Mittels der Computertomografie (CT) können auch Weichteile, Bandscheiben, einzelne Nerven und die Muskulatur sichtbar gemacht werden. Die Computertomografie gibt Aufschluss darüber, ob beispielsweise ein Bandscheibenvorfall vorliegt.
  • Kernspintomografie (Magnetresonanztomografie, MRT)
    Die Kernspintomografie (Magnetresonanztomografie, kurz MRT) hat den Vorteil, dass sie bereits frühzeitig degenerative Veränderungen der Bandscheibe darstellen kann. Bandscheibenvorfälle oder Vorwölbungen und kindliche Wachstumsstörungen wie die sogenannte Scheuermannsche Erkrankung lassen sich mit dieser Untersuchung erkennen. Auch andere Ursachen wie Tumore oder gefäßbedingte Veränderungen können hiermit dargestellt werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 20.04.2017
  • Autor/in: Anja Dolski, Medizinredakteurin, vitapublic GmbH; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
Suche nach Netzwerk- & Servicepartnern
Zertifizierung