Zervikalsyndrom (HWS-Syndrom)

Das Zervikalsyndrom oder Halswirbelsäulensyndrom (HWS-Syndrom) äußert sich durch Beschwerden, die von der Halswirbelsäule (HWS) oder dem Halswirbelsäulenbereich ausgehen. 

Symptome beim HWS-Syndrom

Typisch für das Zervikalsyndrom (HWS-Syndrom) sind Symptome wie Verspannungen im Nacken mit Nackenschmerzen, die zum Teil in den Schulterbereich oder auch Kopf (Spannungskopfschmerz) ausstrahlen. Strahlen die Schmerzen auch in einen oder beide Arme aus, spricht man von einer Zervikobrachialgie.

Mehr zu Schulter-Arm-Schmerzen finden Sie in unserem vitanet.de-Thema Zervikobrachialgie.

Ursachen für das Zervikalsyndrom (HWS-Syndrom)

Die Ursachen für das Zervikalsyndrom bleiben meist ungeklärt. Nur in zirka einem Prozent aller Fälle lassen sich schwerwiegende Erkrankungen als Auslöser finden. Meistens handelt es sich um unkomplizierte Nackenschmerzen, die sich oft auch nicht diagnostisch fassen lassen. Es gibt jedoch Einflussfaktoren, die das Auftreten von Nackenschmerzen begünstigen – zum Beispiel Übergewicht oder eine Schwangerschaft. Auch Menschen, die am Arbeitsplatz eine unnatürliche Haltung einnehmen oder monotone, wiederkehrende Bewegungen verrichten müssen, leiden häufig unter dieser Art von Rückenschmerzen. Besonders die Arbeit am Computer kann zu Verspannungen der Nackenmuskulatur führen. Ebenso kann eine unnatürliche Kopflagerung beim Schlafen Ursache für ein HWS-Syndrom sein. Negativer Stress, die subjektive Gesundheitseinstellung, Ängstlichkeit, Depression, generell psychische Belastungen oder Erkrankungen können ebenfalls zu schmerzhaften Verspannungen der Nackenmuskulatur führen, die Kopfschmerzen auslösen können.

Die Diagnosemöglichkeiten beim HWS-Syndrom

Für die Diagnostik des Zervikalsyndroms (HWS-Syndrom) stehen dem Arzt verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Neben der eingehenden Patientenbefragung (Anamnese) und Tastuntersuchung sind das nach Bedarf Röntgen, Computertomografie und Kernspintomografie.

Die Behandlung beim HWS-Syndrom

Bei unkomplizierten Nackenschmerzen ist meistens keine spezifische Therapie nötig. Die Selbstheilungstendenz ist sehr hoch. Daneben kann jeder Betroffene auch selbst viel dafür tun, dass sich ein Zervikalsyndrom (HWS-Syndrom) löst, und vorbeugen, damit es nicht wieder auftritt. Um die schmerzhaften Verspannungen wieder loszuwerden, wird eine ganze Palette von Behandlungsformen angeboten – zum Beispiel die Quaddeltherapie, die  Reizstrombehandlung (Iontoporese) und die Physiotherapie mit Massage. Allerdings ist für die meisten dieser Behandlungsmethoden bisher kein wissenschaftlicher Wirkungsnachweis erbracht worden. Für die Therapie des Zervikalsyndroms (HWS-Syndrom) eignen sich Krankengymnastik und sportliche Aktivität. Maßnahmen, die der Patient selbst anwenden kann und die ihm Linderung verschaffen – wie etwa Wärmeanwendungen – werden oft empfohlen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 02.09.2014
  • Autor/in: Anja Dolski, Medizinredakteurin, vitapublic GmbH; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: www.leitlinien.net : Bandscheibenbedingte Ischialgie, Stand April 2002
  • www.orthopaede.com : Wirbelsäule
  • Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (2009): Nackenschmerzen (http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/053-007_S3_Nackenschmerzen_Lang_06-2009_12-2014.pdf)
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