7 Tipps bei Wetterfühligkeit

Kopfschmerzen, Müdigkeit, schlechte Stimmung. Bei Wetterwechsel fühlen sich viele angeschlagen. Woher das kommt und was gegen Wetterfühligkeit hilft.

Wetterfühligkeit Kopfschmerzen © Thinkstock/vitapublic GmbH
Rund 20 Prozent der Deutschen haben laut einer Studie bei Wetterwechsel starke Gesundheitsbeschwerden. Dabei handelt es sich meist um Menschen mit einer Grunderkrankung wie Rheuma, Asthma, Migräne, Bluthochdruck und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei bestimmten Wetterlagen verstärken sich ihre Beschwerden. Vor allem der Wechsel zu Kälte und anhaltende Kälteperioden belasten ihren Organismus. Medizinisch bezeichnet man das als Wetterempfindlichkeit.

Wetterfühligkeit ist nicht Wetterempfindlichkeit

Daneben gibt es aber die wesentlich häufigere Wetterfühligkeit. Jeder dritte Deutsche fühlt sich belastet, wenn Hoch oder Tief nahen und sich dadurch Luftfeuchtigkeit, Luftdruck und Temperatur ändern. Die meisten haben dann Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme, fühlen sich abgeschlagen, nervös, ihre Stimmung ist schlecht. Wie und warum Wetterreize gesunden Menschen etwas ausmachen können, ist noch nicht ganz erforscht. Wissenschaftler diskutieren mehrere Hypothesen, etwa eine Überempfindlichkeit von bestimmten Rezeptoren in der Halsschlagader. Diese sogenannten Barorezeptoren regulieren Herzschlag und Blutdruck, reagieren aber auch auf Luftdruckschwankungen.

Abhärten und trainieren hilft gegen Wetterfühligkeit

Es gibt jedoch eine ganze Reihe von Maßnahmen, um besser mit den Wetterreizen zurechtzukommen, wenn man keine Vorerkrankung hat. Hier die besten Tipps:

Tipp 1:
Gehen Sie bei jedem Wetter täglich an die frische Luft. So gewöhnt sich der Körper an wechselnde Temperaturen und das Immunsystem wird trainiert.

Tipp 2:
Machen Sie Ausdauersport, am besten täglich eine Stunde, mindestens jedoch dreimal pro Woche: flott spazieren gehen, joggen, wandern oder radfahren.

Tipp 3:
Härten Sie sich ab mit Kneippschen Anwendungen, Sauna und Wechselduschen.
Achten Sie auf die richtige Kleidung.

Tipp 4:
Ziehen Sie sich eher etwas leichter an. Sie sollten sich dabei etwas kühl fühlen, aber nicht frieren. So erkälten Sie sich nicht und die Thermoregulation des Organismus wird trainiert.

Tipp 5:
Sorgen Sie für einen regelmäßigen Tagesablauf. Dazu gehören die gleiche Aufstehzeit, Essenszeit und Zeit ins Bett zu gehen.

Tipp 6:
Ausreichender Schlaf ist bei Wetterfühligkeit übrigens ebenfalls wichtig. Zwar ist das Schlafbedürfnis individuell unterschiedlich, mindestens sieben Stunden sollten es jedoch sein.

Tipp 7:
Regulieren Sie die Raumtemperatur, ideal sind in Wohn- und Arbeitsräumen 20 bis 22 Grad Celsius, im Schlafzimmer 18 Grad Celsius. Überheizte Räume mindern die Anpassungsfähigkeit des Körpers an Temperaturschwankungen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 07.09.2012
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Monika Preuk M.A., Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Allensbach Umfrage: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/87/umfrage/wetterfuehligkeit/
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