In welchem Alter kommt man normalerweise in die Wechseljahre?

Was sind die Wechseljahre (Klimakterium)? Eine Zeit der Reife? Der endgültige Verlust der Jugendlichkeit? Oder ein Hormonmangelsyndrom? Experten betrachten das Klimakterium viel nüchterner: Die Internationale Menopause Gesellschaft definiert die Wechseljahre als Übergangsphase vom fruchtbaren zum unfruchtbaren Zustand. Doch in welchem Alter kommen Frauen eigentlich normalerweise in die Wechseljahre beziehungsweise wann haben Sie ihre Menopause?

Das Klimakterium (Perimenopause) beginnt, wenn die Zyklen unregelmäßig werden, und endet ein Jahr nach der letzten Regelblutung. Der Zeitpunkt der letzten Menstruation wird als Menopause bezeichnet. Die Zeit zwischen dem 40. Lebensjahr und dem Beginn der Wechseljahre nennen Gynäkologen die Prämenopause. Postmenopause – im angelsächsischen Sprachraum auch „Menopause“ genannt – heißt die Phase nach dem Klimakterium: Sie dauert etwa 15 Jahre und geht ins Senium (Zeit jenseits des 70. und 80. Lebensjahres) über.

Das Menopausenalter ist abhängig von vielen Faktoren

Im Durchschnitt setzen die Wechseljahre im Alter von 47 Jahren ein, die letzte Regelblutung haben Frauen in Mittel- und Nordeuropa etwa im Alter von 51 Jahren. In den mediterranen Ländern findet die Menopause etwa ein Jahr früher statt.

Die Wechseljahre treten durchschnittlich früher ein bei:

  • Frauen ohne Kinder
  • Diabetikerinnen
  • starken Raucherinnen
  • Unterernährung
  • Vegetarierinnen
  • Frauen mit geringem sozioökonomischem Status
  • Frauen, die in über 4.000 Metern Höhe leben
  • Frauen mit Gebärmutterentfernung
  • Frauen, deren Mütter eine frühe Menopause hatten

Später in die Wechseljahre kommen häufig:

  • Frauen mit vielen Geburten
  • Frauen, die spät Kinder bekommen haben
  • Frauen, die regelmäßig Fleisch- und Alkohol konsumieren
  • Frauen mit polyzystischen Ovarien
  • Frauen, deren Mütter eine späte Menopause hatten
  • Frauen, die lange Zeit die Pille genommen haben
Autoren und Quellen Aktualisiert: 08.03.2017
  • Autor/in: Kirsten Gaede, Medizinjournalistin, Charité - Universitätsmedizin - Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin, vitanet.de;
  • Quellen: Prof. Dr. Herbert Kuhl: Klimakterium, Postmenopause und Hormonsubstitution, Uni-Med Verlag Bremen, 2001
  • Dr. Susan Love, Karen Lindsey: Dr. Susan Love's Menopause
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