Scheidentrockenheit in den Wechseljahren

Die Geschlechtsorgane verändern sich in den Wechseljahren (Klimakterium) beziehungsweise im Alter: Während verschiedene Anzeichen sexueller Erregung unverändert erhalten bleiben, wird mit zunehmendem Alter die Scheide bei Erregung häufig nicht mehr so feucht wie in früheren Jahren.

Zudem dauert es oft länger, bis die Flüssigkeit von der Scheide abgesondert wird. Die Befeuchtung der Scheide ist aber notwendig, denn eine trockene Scheide kann beim Geschlechtsverkehr Schmerzen verursachen.

Anfälliger für Infektionen

Weil in den Wechseljahren zudem die Falten in der Scheide zurückgehen, kann die Scheidenwand dünner werden, sodass Harnröhre und Harnblase beim Geschlechtsverkehr nicht mehr ausreichend vor dem mechanischen Reiz geschützt werden. Wegen der verminderten Befeuchtung und der im Alter veränderten Bakterienflora sind die Scheide und die Harnröhre anfälliger für Infektionen.

Ursache der Veränderungen ist vor allem das Abfallen des Östrogenspiegels aufgrund der Wechseljahre. Die Beschwerden aufgrund einer trockenen Scheide lassen sich jedoch mithilfe einer Hormonsalbe gut behandeln.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 08.03.2017
  • Autor/in: Kirsten Gaede, Medizinjournalistin, Charité - Universitätsmedizin - Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin, vitanet.de;
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