Wechseljahre (Klimakterium)

Die hormonelle Umstellung bringt für Frauen in den Wechseljahren (Klimakterium) viele Veränderungen mit sich. Einige typische Beschwerden lassen sich mit einem aktiven Lebensstil und gesunder Ernährung lindern. Die medikamentöse Behandlung ist umstritten.

Frau entspannt auf Wiese © Thinkstock
In der Medizin werden die Wechseljahre auch als Klimakterium bezeichnet. Der Begriff Klimakterium stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet „kritischer Punkt im menschlichen Leben“. Er beschreibt recht gut die Stimmungslage vieler Frauen in den Wechseljahren: Sie bangen um ihre Vitalität, Fröhlichkeit, Gesundheit, Sexualität und gute Figur.

In den Wechseljahren verändert sich der weibliche Körper

Bedingt durch die hormonelle Umstellung durchläuft der weibliche Körper mit Ende 40, Anfang 50 einschneidende Veränderungen. Die Frau verliert in gewisser Hinsicht tatsächlich ihre Jugendlichkeit. Das heißt jedoch nicht, dass sie durch das Klimakterium ihre Attraktivität verliert oder auf ein erfülltes Liebesleben verzichten muss. Auch die Zeit für persönliche oder berufliche Veränderungen ist mit den Wechseljahren noch nicht vorbei. Allerdings muss sich eine Frau im Klimakterium um diese Annehmlichkeiten oftmals intensiver bemühen als eine 25-jährige.

Symptome und Anzeichen der Wechseljahre

Als Symptome zeigen sich bei Frauen in den Wechseljahren zum Beispiel Unregelmäßigkeiten in der Menstruation, Hitzewallungen und Schweißausbrüche, Scheidentrockenheit, Gewichtszunahme, Herzrasen, Schwindel, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen. Zudem besteht nach den Wechseljahren durch den Östrogenmangel das Risiko für ernsthafte Erkrankungen wie Osteoporose und Arteriosklerose.

Alltag in den Wechseljahren bewusst gestalten

Frauen, die relativ problemlos durch die Wechseljahre kommen, gestalten ihren Alltag meistens bewusst – angefangen damit, dass sie sich viel bewegen, gesund essen und nicht rauchen. Denn oft helfen schon Änderungen des Lebensstils, Wechseljahresbeschwerden zu lindern. Auf ihre Partnerschaft halten diese Frauen ebenfalls ein waches Auge und sind bereit, Initiative zu ergreifen.

Zeigt eine Umstellung des Lebensstils keine ausreichende Wirkung, können auch pflanzliche Mittel wie Traubensilberkerze, Soja, Rotklee und Johanneskraut oder Hormonsalben (gegen Scheidentrockenheit) helfen. Die vor einiger Zeit weitverbreitete Hormonersatztherapie (HET) wird Frauen heute nur noch bei extremen Wechseljahresbeschwerden verschrieben. Auch der Einsatz sogenannter Anti-Aging-Hormone wird Frauen aufgrund der ungeklärten Studienlage eher nicht empfohlen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 29.09.2011
  • Autor/in: Kirsten Gaede, Medizinjournalistin, Charité - Universitätsmedizin - Berlin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin, vitanet.de;
  • Quellen: Prof. Dr. Herbert Kuhl: Klimakterium, Postmenopause und Hormonsubstitution, Uni-Med Verlag Bremen, 2001
  • Dr. Susan Love, Karen Lindsey: Dr. Susan Love's Menopause
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