Ursachen und Risikofaktoren von Warzen

Abgesehen von Alterswarzen werden Warzen durch Viren verursacht. Häufige Auslöser sind Humane Papillomaviren (HPV), von denen zahlreiche Untertypen bekannt sind. So gibt es auch unterschiedliche Arten von Warzen.

Oft werden die Hautveränderungen erst Wochen bis Monate nach der Infektion sichtbar. Die Warze entwickelt sich an der Stelle, an der der Erreger in die Haut eingedrungen ist – die Viren befinden sich dann in den Zellen der Warzen. Die Übertragung geschieht durch Berühren der Warze oder auch durch indirekten Kontakt mit Hautschuppen. So ist vor allem beim Barfußgehen im Schwimmbad, in der Sauna oder in Turnhallen die Ansteckungsgefahr hoch – genau wie bei der gemeinsamen Benutzung von Handtüchern oder Ähnlichem.

Die Viren dringen durch kleine Verletzungen und Risse in die Haut ein. Infolge der Infektion entwickeln sich gutartige Hautwucherungen, bei denen Hornschicht und Oberhaut verdickt sind. Ob und welche Beschwerden auftreten, hängt vom Warzentyp und vom Ort des Befalls ab.

Die Entstehung von Warzen wird begünstigt durch

  • schlecht durchblutete, kalte Hände und Füße
  • verletzte oder mit Wasser aufgeweichte Haut – zum Beispiel beim Besuch im Schwimmbad
  • nicht vollständig aufgebauten Immunschutz – beispielsweise bei Kindern und Jugendlichen
  • sehr trockene Haut – beispielsweise bei Menschen mit Neigung zu Ekzemen oder mit Neurodermitis: durch Kratzen bei starkem Juckreiz entstehen Verletzungen in der Haut, die Infektionsgefahr steigt. Bestehende Warzen werden durch Kratzen über den ganzen Körper verteilt
Autoren und Quellen Aktualisiert: 15.12.2016
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; Caroline Hansen, Medizinredakteurin; medizinisch Qualitätssicherung: Cornelia Sauter;
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