Therapie bei Warzen

Oftmals heilen Warzen irgendwann von selbst, ohne jegliche Behandlung. Vielfach vermehren sie sich aber stark oder rufen Beschwerden hervor, sodass eine Behandlung notwendig ist. Gegen gewöhnliche Warzen und Dornwarzen helfen ätzende oder hornhautlösende Tinkturen zum Auftragen.

Sinnvoll bei stärkeren Verhornungen ist es, diese mit einem Hobel zwischendurch abzutragen. Je nach Größe und Alter der Warze kann diese Behandlung bis zu acht Wochen lang nötig sein. Alternativ kann der Arzt Warzen auch operativ entfernen. Dazu wird die Stelle betäubt und die Warze komplett ausgeschält. Die Operationswunde heilt innerhalb weniger Tage ab.

Bei Kindern oder auch zur Selbstbehandlung zu Hause wird gerne die Kryotherapie (Vereisung) eingesetzt, da sie kaum Schmerzen verursacht. In sehr hartnäckigen Fällen ist eine Lasertherapie möglich. Warzen, die im Genitalbereich auftreten, gehören in ärztliche Obhut. Das Gleiche gilt für Warzen, die ständig verletzt werden – beispielsweise durch Reibungspunkte mit Kleidungsstücken. Neben möglichen Schmerzen besteht hier auch ein hohes Infektionsrisiko.

Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn

  • Selbstbehandlung nicht hilft
  • sie nicht sicher sind, ob sie unter Warzen oder anderen Hautveränderungen leiden
  • sich sehr viele Warzen auf der Haut angesiedelt haben
  • die Warzen im Genitalbereich auftreten
  • die Warzen erstmals im Alter von 45 oder mehr Jahren auftreten (um andere Krankheiten auszuschließen)
  • die Warze blutet oder Größe, Farbe und Form verändert
Autoren und Quellen Aktualisiert: 15.12.2016
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; Caroline Hansen, Medizinredakteurin; medizinisch Qualitätssicherung: Cornelia Sauter;
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