Formen von Warzen

Man unterscheidet zahlreiche Arten von Warzen – zum Beispiel Stachelwarzen, Dornwarzen und Dellwarzen. Hier erfahren Sie mehr über die verschiedenen Formen von Warzen.

Gewöhnliche Warzen oder Stachelwarzen (Verrucae vulgares)

Gewöhnliche Warzen oder Stachelwarzen sind fleischfarben bis braun gefärbte gutartige Wucherungen der Haut. Häufig treten sie in größerer Anzahl an Händen oder Füßen auf. Betroffen sind meist Kinder und Jugendliche. Die vulgäre Warze kann flach oder kugelig sein und Erbsengröße erreichen. Sie fühlt sich hart und trocken an. Die Oberfläche ist zerklüftet und stark verhornt.

Dornwarzen (Sohlenwarzen, Verrucae plantares)

Dornwarzen treten meist an der Fußsohle auf und werden oft mit Hornhautschwielen verwechselt. In der Mitte der Verhornung sind meist dunkle Punkte sichtbar, die durch Einblutungen entstehen. Durch den Druck auf die Fußsohle wächst die Warze dornenartig in die Tiefe, wodurch beim Gehen und Laufen heftige Schmerzen entstehen können. Der Dorn drückt dabei auf Nervenfasern, die Schmerzimpulse aussenden.

Juvenile Flachwarzen

Flachwarzen treten meist plötzlich als eine Vielzahl kleiner, flacher und glatter Warzen auf. Am häufigsten betroffen sind Hände, Unterarme, Gesicht und Hals. Weil vor allem Kinder und Jugendliche darunter leiden, heißen sie juvenile (jugendliche) Warzen. Die stecknadelkopfgroßen, meist hautfarbenen Wucherungen heilen in der Regel schnell von selbst ab. Dieser Warzentyp kann Juckreiz verursachen.

Dellwarzen (Molluscum contagiosum)

Dellwarzen sind kleine hellrote, perlähnliche Knötchen, die häufig in der Mitte eine Delle haben. Sie werden durch ein Virus aus der Familie der Pockenviren verursacht. Der Übertragungsweg erfolgt durch direkten Körperkontakt. In seltenen Fällen kann man sich auch durch indirekten Kontakt wie dem Benutzen eines gemeinsamen Handtuches anstecken. Vor allem Kinder mit sehr trockener Haut und Erwachsene mit bestehender Immunschwäche sind häufig betroffen.

Feigwarzen (Feuchtwarzen, Condylomata acuminata)

Feigwarzen lieben ein feucht-warmes Milieu und treten häufig in Hautfalten oder im Bereich von Schleimhäuten auf. Oft ist der Genitalbereich oder After betroffen. Haut- beziehungsweise Schleimhautinfektionen durch Bakterien und Pilze fördern das Wachstum der Feigwarzen, die gelegentlich Juckreiz verursachen können. Werden sie entdeckt – zum Beispiel bei Routineuntersuchungen – müssen sie vom Arzt behandelt werden.

Langanhaltender Warzenbefall am Gebärmutterhals mit Hochrisikountergruppen des HP-Virus kann Gebärmutterhalskrebs begünstigen. Da Feigwarzen durch Geschlechtsverkehr übertragen werden, muss auch der Sexualpartner behandelt werden. Durch die Benutzung von Kondomen kann die Ansteckungsgefahr verringert werden.

Alterswarzen

Alterswarzen sind bräunliche Hautverdickungen, die ab dem fünften Lebensjahrzehnt in großer Zahl auf Oberkörper, Armen und Gesicht auftreten können. Die Ursache für ihre Entstehung ist unbekannt. Aus kosmetischen Gründen können sie für die Betroffenen sehr belastend werden. Gelegentlich kommt es zu leichtem Juckreiz. Der Arzt kann sie leicht chirurgisch entfernen, indem er sie mit einem scharfen Löffel abträgt. Eine Selbstbehandlung ist nicht möglich.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 15.12.2016
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; Caroline Hansen, Medizinredakteurin; medizinisch Qualitätssicherung: Cornelia Sauter;
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