Warzen

Warzen werden mit Ausnahme von Alterswarzen durch Viren ausgelöst. Einige Warzenarten sind mit Beschwerden verbunden, andere werden nur als kosmetisches Problem wahrgenommen.

Finger mit Pflaster © Thinkstock
Häufige Auslöser von Warzen sind Untergruppen der Familie der Humanen Papillomaviren (HPV). Warzen entwickeln sich an der Stelle, an der der Erreger in die Haut eingedrungen ist. Die Viren befinden sich in den Zellen der Warzen. Sie werden von Mensch zu Mensch durch Berühren der Warze oder auch durch indirekten Kontakt mit Hautschuppen – beispielsweise beim Barfußgehen – übertragen.

Daneben gibt es aber auch Risikofaktoren, die besonders anfällig für Warzen machen – etwa schlechte Durchblutung, trockene Haut oder Immunschwäche. Die HPV sind auch an der Entwicklung des Gebärmutterhalskrebses beteiligt.

Mit Warzen anstecken

Im Schwimmbad, in der Sauna oder in Turnhallen ist die Ansteckungsgefahr besonders groß. Auch über Handtücher kann man sich anstecken. Durch kleine Verletzungen oder Risse dringen die Viren in die Haut ein. Nach der Infektion kann es Wochen bis Monate dauern, bis die Hautveränderungen sichtbar werden. In der Folge entwickeln sich gutartige Hautwucherungen, dabei sind Hornschicht und Oberhaut verdickt. Die Art der Beschwerden hängt vom Warzentyp und vom Ort des Befalls ab – beispielsweise können Schmerzen oder Juckreiz auftreten.

Die Therapie von Warzen

Manchmal heilen Warzen von selbst wieder ab. Oft vermehren sie sich jedoch, werden größer oder rufen Beschwerden hervor. Dann sollte man zum Arzt gehen. Das gilt vor allem, wenn die Warzen im Genitalbereich auftreten. Warzen lassen sich mit hornhautlösenden Tinkturen behandeln, wegätzen, vereisen (Kryotherapie), per Laser oder mit dem Skalpell entfernen.

Eine besondere Problematik können Humane Papillomaviren (HPV) bergen. Manche Typen dieser Virenfamilie lösen Genitalwarzen aus und können Krebs an den Geschlechtsorganen und dem After verursachen. Vor allem für den Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) sind in über 90 Prozent der Fälle HP-Viren verantwortlich.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 15.12.2016
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; Caroline Hansen, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter
  • Quellen: Rudolf Schweitzer: Dermatologie, Urban & Fischer, 2011
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