Vogelgrippe (H5N1)
Die Vogelgrippe ist eine Virusinfektionskrankheit. Sie kann grundsätzlich alle Vögel befallen. Auslöser sind Influenza-Viren vom Typ A. Menschen können sich durch intensiven Kontakt mit betroffenen Tieren (zum Beispiel Hühnern, Gänsen, Enten und Puten) infizieren. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch können Wissenschaftler bis heute nicht hundertprozentig ausschließen. Eine besondere Bedeutung kommt dem Vogelgrippe-Virus H5N1 zu: Experten befürchten, dass es in naher Zeit zu einer Mutation hin zu einem für Menschen lebensgefährlichen Grippevirus kommen kann.
Symptome und Krankheitsverlauf bei der Vogelgrippe
Symptome einer Vogelgrippe beim Menschen können hohes Fieber, Husten, Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit und Durchfall sein. Unbehandelt kann es zu einer Lungenentzündung bis hin zu einem tödlichen Lungenversagen kommen.
Die Inkubationszeit liegt zwischen zwei und fünf Tagen.
Die Inkubationszeit liegt zwischen zwei und fünf Tagen.
Diagnose und Behandlung bei der Vogelgrippe
Der behandelnde Arzt kann eine Infektion mit Vogelgrippe-Viren zum einen durch die Krankheitsgeschichte (Anamnese) des Betroffenen und zum anderen durch spezielle Viren-Tests am Nasen- und Rachensekret feststellen. Die Behandlung erfolgt mit antiviralen Medikamenten. Zusätzlich kann der Arzt fiebersenkende Mittel und Schmerzmittel einsetzen. Eine spezifische Behandlungsmethode gegen Vogelgrippe beim Menschen gibt es nicht.
Eine Infektion mit Vogelgrippe ist meldepflichtig.
Eine Infektion mit Vogelgrippe ist meldepflichtig.
Wo kommt die Vogelgrippe vor?
Vogelgrippe hat sich nahezu in der ganzen Welt verbreitet. Ausnahmen sind bisher der amerikanische Kontinent, Australien und weite Teile Afrikas – wobei hier die Datenlage nicht eindeutig ist. Grund für die Verbreitung ist zum einen der Vogelzug und zum anderen der Tierhandel.
© WHO, 2007
Mögliche Impfungen gegen die Vogelgrippe
Eine Impfung gegen das Vogelgrippe-Virus H5N1 gibt es derzeit nicht. Herkömmliche Grippe-Impfungen bieten außerdem keinen Schutz gegen Vogelgrippe.
Vorsorge gegen die Vogelgrippe
Zur Prävention von Vogelgrippe gilt es, direkten Kontakt mit Geflügel aller Art zu vermeiden. Berühren Sie auf keinen Fall tote Vögel. Achten Sie hier auch auf Kinder: Diese sind von Natur aus neugierig und wollen gerne alles anfassen. Geflügelfleisch sollten Sie am besten durchbraten, bis keine Stelle mehr rötlich ist. Eier mindestens zehn Minuten kochen. Eine gründliche Hygiene, insbesondere der Hände, ist sehr wichtig.




