Die Ursachen von Vergiftungen

Auch für riskante Stoffe gilt: Die Dosis macht das Gift. Vor allem für Kinder sind bereits geringste Mengen folgender Substanzen gefährlich und bergen ein hohes Vergiftungspotenzial.

  • Medikamente wie Schmerzmittel, Herz-Kreislauf-Medikamente und Schlafmittel: Viele Pillen sind bunt und außen süß. Das macht sie für Kinder so interessant.
  • Haushaltsmittel, also Chemikalien wie Desinfektions- und Reinigungsmittel sowie Entkalker: Bei diesen Substanzen ist die Gefahr einer Vergiftung und Verätzung von Speiseröhre und Magen besonders groß.
  • Genussmittel wie Alkohol oder Nikotin aus Zigarettenkippen: Nicht nur das Verschlucken von Zigarettenkippen ist gefährlich. Vor allem Zigarettensud, der sich bildet, wenn Kippen in fast leeren Getränkeflaschen entsorgt wurden, enthält oft große Mengen von giftigem Nikotin.
  • Giftpflanzen in Haus und Garten: Zum Beispiel Fingerhut, Tollkirsche, Eisenhut, Eibe, Schierling, Engelstrompete, Maiglöckchen, Thuja (Lebensbaum), Alpenveilchen, Azaleen, Dieffenbachia, Gartenbohne, Goldregen, Herkulesstaude, Seidelbast und Stechapfel sind giftige Pflanzen.
  • Kosmetika wie Nagellack- und Haarentferner, Bleichmittel oder Parfüm können zu Vergiftungen führen.
  • Öle: Lampen- oder Duftöle und Petroleum sind ebenfalls giftig.
  • Weitere Chemikalien wie Schädlings- und Unkrautvernichtungsmittel, Holzschutzmittel, Frostschutzmittel, Farbverdünner, Pinselreiniger.
Neben diesen Substanzen führen – vor allem bei selbst gesammelten Nahrungsmitteln – auch immer wieder Verwechslungen zu Vergiftungen:
  • Pilze: Immer wieder kommt es zu Pilzvergiftungen – teils auch bei erfahrenen Pilzsammlern. Häufig wird beispielsweise der giftige Knollenblätterpilz mit dem Champignon verwechselt.
  • Bärlauch: Auch unter Bärlauchsammlern kommt es bisweilen zu Vergiftungen. Die schmackhaften Blätter können leicht mit den Blättern des Maiglöckchens oder den Blättern der Herbstzeitlose verwechselt werden. Vor allem eine Vergiftung mit der Herbstzeitlose kann sehr schwer oder sogar tödlich verlaufen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 17.04.2013
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de; Monika Preuk, Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Universitätsklinikum Freiburg: Vergiftungs-Informations-Zentrale Freiburg: http://www.uniklinik-freiburg.de/giftberatung/live/index.html;jsessionid=fsbijb383e7q9
  • Universitätsklinikum Bonn: Zentrum für Kinderheilkunde, Informationszentrale gegen Vergiftungen: http://www.gizbonn.de/
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