Therapie bei Übelkeit und Erbrechen: Dopamin-Antagonisten

Eine Wirkstoffgruppe, die neben Antihistaminika bei Übelkeit und Erbrechen zum Einsatz kommen kann, sind die sogenannten Dopamin-Antagonisten – und hier die Untergruppe der Prokinetika wie Domperidon und Metoclopramid. Sie wirken, indem sie an die verschiedenen Dopaminrezeptoren binden und so die Wirkung des Botenstoffs Dopamin im Körper aufheben. Sie unterdrücken die Übelkeit und den Brechreiz. Dopamin-Antagonisten sind zum Beispiel in Form von Tabletten, Zäpfchen oder als Lösung erhältlich.

Metoclopramid nicht für Kinder geeignet

Bei Dopamin-Antagonisten können unter anderem Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Angst, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Durchfall oder allergische Reaktionen auftreten. Metoclopramid kann vor allem bei Säuglingen und Kindern zu sogenannten extrapyramidalen Nebenwirkungen wie etwa unwillkürlichen Bewegungen und Krämpfen führen. Kinder unter einem Jahr dürfen diese Arzneimittel daher gar nicht einnehmen. Auch bei älteren Kindern und Jugendlichen sollte Metoclopramid nur ein Medikament der zweiten Wahl sein.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 05.10.2016
  • Autor/in: Redaktion vitanet.de: Nina Prell, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: European Medicines Agency (EMA): European Medicines Agency recommends changes to use of metoclopramide. Changes aim mainly to reduce the risk of neurological side effects (http://www.ema.europa.eu/ema/index.jsp?curl=pages/medicines/human/referrals/Metoclopramide-containing_medicines/human_referral_000349.jsp&mid=WC0b01ac05805c516f)
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