Therapie bei Übelkeit und Erbrechen

Übelkeit kann viele Ursachen haben. Rufen Sie sofort einen Notarzt an, wenn der begründete Verdacht auf eine Vergiftung besteht.

Ingwer © Thinkstock
Wenden Sie sich außerdem an einen Arzt, wenn
  • die Übelkeit länger als drei Tage anhält
  • Sie heftig erbrechen müssen ohne die Ursache zu kennen
  • Sie Blut erbrechen
  • das Erbrechen länger als ein bis zwei Tage anhält
  • das Erbrechen von hohem Fieber begleitet wird
  • Sie sich erbrechen und möglicherweise schwanger sind
  • Ihr Allgemeinzustand schlecht ist
  • Ihr Kind sich mehrmals erbricht
Ist die Diagnose sicher und die Ursache bekannt, ist es nach Rücksprache mit dem Arzt auch möglich, Übelkeit und Erbrechen selbst zu behandeln. Dazu eignen sich Antiemetika – beispielsweise Antihistaminika. Diese Medikamente, die auch bei Allergien eingesetzt werden, unterdrücken Übelkeit und Brechreiz. Dieselbe Wirkung haben die sogenannten Dopamin-Antagonisten. Auch Kamille oder Ingwer können gegen Übelkeit und Erbrechen helfen. Zudem können einige einfache Therapiemaßnahmen Linderung verschaffen.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und Gegenanzeigen

Grundsätzlich kann es bei der gleichzeitigen Anwendung von mehreren Arzneimitteln zu Wechselwirkungen kommen. Bei bestimmten Krankheiten und gesundheitlichen Störungen dürfen manche Medikamente überhaupt nicht eingenommen werden. In jedem Beipackzettel finden Sie dies unter dem Begriff Gegenanzeigen. Hinweise zu den einzelnen Produkten finden Sie im Beipackzettel. Beachten Sie die Dosierungsanleitung der einzelnen Medikamente. Denn die Mittel können nur wirken, wenn Sie regelmäßig und ausreichend hoch dosiert eingenommen werden.

Vorsicht beim Autofahren

Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen können die Reaktion verlangsamen. Das Bedienen von Maschinen oder Autofahren kann dadurch riskant werden. Dies gilt auch, wenn Sie die Medikamente gut vertragen. Alkohol verstärkt diesen Effekt. Die wenigsten Menschen merken, dass sie nicht mehr fahrtüchtig sind, wenn sie Medikamente eingenommen haben.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 05.10.2016
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin, vitanet.de;
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