Therapie des Trockenen Auges: Zusätze in Tränenersatzmitteln

Beim gesunden Auge wird die Hornhaut durch die Tränenflüssigkeit mit Nährstoffen versorgt. Die Zufuhr von Vitamin A spielt dabei eine wichtige Rolle, da dieses Vitamin einen entscheidenden Einfluss auf die Funktion der Binde- und Hornhautzellen hat.

Zu wenig Tränenflüssigkeit oder eine zu geringe Aufnahme des Vitamins über die Nahrung kann zu einer Unterversorgung am Auge führen und so die Symptome des trockenen Auges (Keratokonjunktivitis sicca) auslösen oder verstärken. Deshalb enthalten Tränenersatzmittel Zusätze: Vitamin A-haltige Augentropfen, -gele oder -salben können ausgleichend wirken. Diese Medikamente können kurze Zeit nach der Anwendung das Reaktionsvermögen beeinträchtigen.

Kombinationen mit Dexpanthenol sollen die Regenerationsprozesse der Binde- und Hornhaut beschleunigen. Man findet den Wirkstoff auch in vielen Wund- und Heilsalben.

Produkte, die weißes Vaselin, dünnflüssiges Paraffin und Wollwachsalkohole enthalten, sind fetthaltiger als die oben erwähnten Filmbildner. Sie überziehen das Auge mit einem fetthaltigen Film, und verhindern so das Verdunsten der Tränenflüssigkeit. Sie eignen sich beispielsweise, wenn trockene Augen durch unvollständigen Lidschluss verursacht werden. Aufgrund des höheren Fettgehaltes gibt es die entsprechenden Produkte nur als Augensalbe.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 17.04.2013
  • Autor/in: Dr. med. Karen Strehlow, Ärztin und Fachzeitschriftenredakteurin, Charité - Universitätsmedizin Berlin; Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: H. J. Küchle, H. Busse, M. Küchle: Taschenbuch der Augenheilkunde, Verlag Hans Huber 1998
  • Interviews mit Dr. Christine Stamm, Leiterin der Beratungsstelle für Sehbehinderte in Berlin und Dr. Anja Liekfeld, Oberärztin an der Universitäts-Augenklinik der Charité in Berlin
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