Tennisarm und Golferellenbogen

Tennisarm und Golferellenbogen sind die Bezeichnungen für Schmerzsyndrome im Bereich des Ellenbogens. Beide Beschwerdebilder werden durch Reizung und Entzündung der Sehnenansätze (Epicondylitis) verursacht.

Tennisspielerin beim Aufschlag © Thinkstock
Handelt es sich um den Ansatz der Hand- und Fingerstreckmuskulatur, spricht man von einem Tennisarm. Ist die Beugemuskulatur von Hand und Fingern betroffen, wird das Schmerzsyndrom dagegen als Golferellenbogen bezeichnet.

Symptome von Tennisarm und Golferellenbogen

Hauptsymptom von Tennisarm und Golferellenbogen sind Schmerzen im Bereich des Ellenbogens, die in Richtung Hand ausstrahlen können. Zudem können Kraftverlust, Bewegungseinschränkungen sowie Entzündungssymptome (Schwellung, Rötung, Überwärmung) auftreten.

Häufige Ursache: die Arbeit

Überlastungen der Muskulatur – häufig durch einseitige, sich wiederholende Bewegungen – können einen Tennisarm oder Golferellenbogen verursachen. In der Tat sind oft Tennisspieler oder Golfspieler von den Syndromen betroffen. Weitaus häufiger ist jedoch die Arbeit für die Beschwerden verantwortlich: zum Beispiel, weil der Betroffene hauptsächlich mit der Computertastatur und der Maus arbeitet oder monotone handwerkliche Tätigkeiten ausführt.

Behandlung von Tennisarm und Golferellenbogen

Zuerst erfolgen Kälte- und Wärmebehandlungen, Massagen oder Ultraschall- und Mikrowellenbehandlungen, die die Schmerzen lindern sollen. Außerdem können schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente helfen. Stellt sich dennoch keine Besserung der Beschwerden ein, wird dem Patienten für zwei Wochen ein Gips angelegt.

Über eine Operation wird erst nachgedacht, wenn eine konservative Behandlung mindestens ein halbes Jahr lang ohne Erfolg verlaufen ist. Die Operation soll die Muskulatur entlasten, wobei unterschiedliche Operationsverfahren durchgeführt werden können.

Nach beendeter Therapie kann eine sogenannte Epicondylitisspange zur Entlastung des Muskelansatzes am Ellenbogen beitragen. Durch Druck auf die entsprechende Muskulatur soll sie die gestörte Muskelspannung regulieren.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 17.03.2015
  • Autor/in: Beatrix Deiß, Medizinredakteurin; Nina Prell, Medizinredakteurin; medizinische Qualitätskontrolle: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Plesch, Christian/ Sieven, Rainer, Trzolek, Dieter: Handbuch Sportverletzungen. Meyer & Meyer Verlag, Aachen 2009.
  • Sportunfälle – Häufigkeit, Kosten, Prävention. Von Gläser, Heribert, (ARAG Allgemeine Versicherungs-AG), Henke, Dr. rer. nat. Thomas (Ruhr-Universität Bochum, Lehrstuhl für Sportmedizin). Herausgeber: ARAG Allgemeine Versicherungs-AG.
  • Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP): 10 Goldene Regeln für gesundes Sporttreiben, 2004.
  • Deutscher Olympischer Sportbund, www.richtigfit.de
  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V., www.dge.de
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