Therapie bei Sonnenbrand

Mit jedem Sonnenbrand (Dermatitis solaris) wächst die Gefahr, an Hautkrebs zu erkranken. Versuchen Sie deshalb, Sonnenbrand zu vermeiden. Ist es doch zu einem Sonnenbrand gekommen, können Sie sich selbst helfen.

Frau mit Hand am Arm © Thinkstock
Mit kühlenden Umschlägen (am besten mit einem in kaltem Leitungswasser getränktem Baumwolltuch) und einer erhöhten Trinkmenge (Wasser, kein Alkohol) unterstützen Sie die Heilung. Keinesfalls sollten Sie jedoch Eis oder Cool-Packs zum Kühlen der betroffenen Körperstellen benutzen, da es sonst zu Kälteschädigungen der Haut kommen kann.

Lipidhaltige Emulsionen

Bei einem Sonnenbrand helfen lipidhaltige Emulsionen, die Hautbarriere wiederherzustellen und die Haut vor Austrocknung zu schützen. Geeignet sind zum Beispiel stark wasserhaltige Cremes, Lotionen und Schaumsprays. Damit kann die Haut über mehrere Tage zwei- bis dreimal täglich behandelt werden. Nicht zu empfehlen sind dagegen sehr fetthaltige Präparate, da diese die Entzündungsreaktion noch zusätzlich verstärken können.

Dexpanthenol

Zubereitungen mit Dexpanthenol fördern die Wundheilung. Reparaturmechanismen werden beschleunigt. Der Sonnenbrand heilt dann schneller ab. Spezielle Sprays mit Dexpanthenol kühlen und befeuchten zusätzlich die Haut. Sie können ohne Berührung aufgetragen werden und lindern sofort den Schmerz.

Pflanzliche Mittel

Die Wirkstoffe von Aloe vera wirken beruhigend auf die Haut. Als Gel aufgetragen kann die Pflanze gegen Sonnenbrand eingesetzt werden.

Von Hausmitteln wie Quark zur Kühlung ist abzuraten, da es zu Infektionen an der empfindlichen sonnenverbrannten Haut kommen kann.

Nicht empfehlenswert: Kortison, Antihistaminika, Antiseptika

Kortison, Antihistaminika und Antiseptika sind bei Sonnenbrand nicht zu empfehlen. Kortison hat starke Nebenwirkungen, zum Beispiel erhöht sich bei längerer Anwendung das Infektionsrisiko. Antihistaminika können ein allergisches Kontaktekzem auslösen. Und Antiseptika können die Wundheilung verzögern.  

Auch After-Sun-Lotions sollten nicht auf einen Sonnenbrand aufgetragen werden, da sie durch die enthaltenen Parfümstoffe Hautirritationen verursachen können.
Tipp:
Bestimmte Medikamente (Antibiotika wie Tetracycline, Mittel gegen Diabetes mellitus, blutdrucksenkende Mittel, Rheuma-Mittel oder Psychopharmaka) können die Haut empfindlicher für Sonnenlicht machen. Durch den Aufenthalt in der Sonne kann es zu unerwünschten Hautreaktionen kommen (Rötung, Brennen, Juckreiz). Meiden Sie während der Einnahme solcher Medikamente die direkte Sonneneinstrahlung. Beachten Sie entsprechende Hinweise im Beipackzettel oder fragen Sie in der Apotheke nach.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und Gegenanzeigen

Grundsätzlich kann es bei der gleichzeitigen Anwendung von mehreren Arzneimitteln zu Wechselwirkungen kommen. Bei bestimmten Krankheiten und gesundheitlichen Störungen dürfen manche Medikamente überhaupt nicht eingenommen werden. In jedem Beipackzettel finden Sie dies unter dem Begriff Gegenanzeigen. Auch Mittel zum Einreiben können Wechselwirkungen zeigen.
Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn
  • die Haut schwerwiegend geschädigt ist, das heißt stark gerötet und sich Blasen gebildet haben.
  • die Hautreaktionen sehr großflächig ist (mehr als zehn Prozent der Hautoberfläche).
  • Sie starke Schmerzen haben.
  • Sie mit Fieber, Schüttelfrost und/oder Übelkeit reagieren (Hinweis auf Hitzschlag oder Sonnenstich).
  • Kinder betroffen sind.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 24.04.2013
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
  • Quellen: Heiße Zeiten, Gesundheit konkret, 3/2007
  • Firmeninfo: Panthenol Spray auf Erfolgskurs, PTA heute, März 2006
  • Firmeninfo: Bepanthen Schaumspray lindert Sonnenbrand, PTA heute, August 2006
  • Pharmazeutische Zeitung online: Sonnenbrand: Verbrennungen ersten Grades richtig behandeln (http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=3386)
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