Sonnenallergie (Lichtdermatose): Vorbeugen

Vorbeugung ist bei Sonnenallergien die wichtigste Maßnahme. Für den unbeschwerten Sonnengenuss sollten Sie ein paar Regeln beachten:

  • Gewöhnen Sie sich zu Beginn der Sonnensaison langsam an die Sonne.
  • Meiden Sie die intensive Mittagssonne zwischen 11.00 und 14.00 Uhr.
  • Bedenken Sie, dass auch bei bewölktem Himmel ein beachtlicher Teil der UV-Strahlung auf die Erdoberfläche gelangt.
  • Sonnenstrahlen können auch Kleidung durchdringen: Kunstfasern lassen bis zu 50 Prozent der UVA-Strahlung durch, Kleidungsstücke aus Baumwolle oder Leinen nur 10 Prozent. Für sehr empfindliche Menschen gibt es Kleidung mit ausgewiesenem UV-A-Schutz.
  • Verwenden Sie bei Mallorca-Akne emulgatorfreie Sonnenschutzprodukte – zum Beispiel Sonnengel. Obwohl keine Beweise dafür vorliegen, dass Emulgatoren und Fette für die Entwicklung einer Mallorca-Akne (Acne aestivalis) verantwortlich sind, sollten Sie auf fettfreie Gele zurückgreifen, da diese die Haarfollikel nicht verstopfen.
  • Auch chemische Lichtschutzfilter können eine Sonnenallergie auslösen, da unter UV-Bestrahlung ihre Zerfallsprodukte toxische Reaktionen hervorrufen können. Mineralische Lichtschutzfilter mit Mikropigmenten (zum Beispiel Titandioxid oder Zinkoxid) lösen keine phototoxischen Reaktionen aus und sind daher besonders geeignet. Da allerdings die modernen chemischen Lichtschutzfilter wie Drometrizoltrisiloxan und/oder Methylene Bis-Benzotriazolyl Tetramethylbutylphenol (MBBT), die einen sehr hohen Lichtschutzfaktor (bis 50) bieten, sehr lichtstabil sind, fallen fast keine toxischen Zerfallsprodukte an. Das verhindert die Ausbildung einer phototoxischen Reaktion.
Sonnenschutz bei Sonnenallergie
Verwenden Sie Sonnencreme mit Breitbandwirkung gegen UVA- und UVB-Strahlung und einen ausreichend hohen Lichtschutzfaktor. Empfindliche Personen mit PLD (polymorphe Lichtdermatose) sollten Sonnenschutz mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 benutzen. Tragen Sie die Sonnenmilch bereits 30 Minuten vor dem Sonnenbad nicht zu sparsam auf – für eine Anwendung benötigt man 25 bis 30 Milliliter.

Vorbeugen mit Vitaminen und Mineralstoffen

Menschen mit empfindlicher Haut können sich durch die Einnahme von hautschützenden Substanzen auf die Sonneneinwirkung vorbereiten. Bestimmte Vitamine und Mineralstoffe können einer Sonnenallergie vorbeugen oder diese mildern. Beginnen Sie dafür etwa zwei bis vier Wochen vor dem Sonnenaufenthalt mit der Einnahme.

Antioxidantien

Antioxidantien wie Vitamin C, Vitamin E und Selen schützen vor zellzerstörenden freien Radikalen. Auch Flavonoide und Polyphenole aus dem grünen Tee kommen zur Prophylaxe von Lichtdermatosen zur Anwendung. Dabei werden diese Stoffe in meistens in Cremes eingearbeitet.

Nikotinsäureamid und Folsäure
Die positive Wirkung von Nikotinsäureamid (Nicotinamid, Vitamin B3) kombiniert mit Folsäure (Vitamin B9) bei Sonnenallergie ist wissenschaftlich bestätigt. Beide Vitamine sind an der Bildung des Hautfarbstoffes Melanin beteiligt. Melanin sorgt unter anderem für den Sonnenschutz der Haut durch Bräunung. Sie werden oft in Cremes verarbeitet.

Omega-3-Fettsäure
Die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl kann eine Sonnenallergie mildern, wie wissenschaftliche Studien belegen. Diese Fettsäuren wirken positiv auf das Gleichgewicht und den Eigenschutz der Haut.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 15.03.2017
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
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