Therapie der Sonnenallergie (Lichtdermatose) mit Medikamenten: Einreibungen

Wenn die Sonnenallergie bereits ausgebrochen ist, wirken Kühlung sowie verschiedene Medikamente lindernd gegen die entzündlichen Hautveränderungen, den Juckreiz und die Schwellungen. Als Medikamente zum Einreiben eignet sich ein juckreiz- und entzündungshemmendes Gel oder eine Creme. Sie enthalten beispielsweise Kortison, Hydrokortison oder Antihistaminika.

Kortisonhaltige Medikamente eignen sich besonders bei stärkeren Reaktionen. Sie beschleunigen die Heilung und lindern den Juckreiz. Zubereitungen mit Hydrokortison sind bis zu einer bestimmten Dosierung ohne Rezept erhältlich. Sie lindern schnell die entzündlichen Prozesse und den Juckreiz. Heilungsprozesse werden beschleunigt.

Antihistaminika wirken ebenfalls dem Juckreiz und hautschädigenden Veränderungen entgegen. Sie blockieren den entzündungsfördernden Botenstoff Histamin. Diese Substanz ist maßgeblich an der Auslösung allergischer Reaktionen beteiligt. Experten vermuten, dass Histamin auch bei der Sonnenallergie für die Hautreaktionen mitverantwortlich ist. Einreibungen mit Antihistaminika dürfen nicht auf offene Wunden oder entzündete Hautflächen aufgetragen werden.

Die Wirkstoffe werden häufig als Gel angeboten. Das hat den Vorteil, dass sie zusätzlich kühlen und dadurch abschwellend wirken. Bei großflächiger Anwendung kann es zu Nebenwirkungen kommen – insbesondere bei Kindern. Bei den meisten Produkten gilt die Empfehlung, die betroffenen Hautstellen mehrmals täglich einzureiben. Die Mittel dürfen nicht mit den Augen, mit Schleimhäuten (Nase, Mund) oder mit offenen Wunden in Berührung kommen. Waschen Sie sich deshalb nach dem Auftragen gründlich die Hände. Von einer großflächigen Anwendung ist ebenfalls abzuraten.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 15.03.2017
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
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