Therapie der Sonnenallergie (Lichtdermatose) mit Medikamenten: Antihistaminika

Bei allergischen Reaktionen helfen Antihistaminika. Sie blockieren juckreiz- und entzündungsfördernde Botenstoffe. Antihistaminika zum Einnehmen gibt es beispielsweise als Tropfen, Tabletten, Dragees oder Saft. Sie helfen, wenn die lokale Anwendung nicht ausreicht.

Antihistaminika sind im Allgemeinen gut verträglich, es kann allerdings zu Nebenwirkungen wie Müdigkeit kommen. Dadurch kann auch das Reaktionsvermögen beeinträchtigt werden. Deshalb sollten sie am besten abends eingenommen werden, müde machende Effekte stören dann weniger. Meistens reicht eine einmalige Einnahme pro Tag. Je nach Arzneistoff können auch zwei Anwendungen morgens und abends erforderlich sein.

Bei bekannter Sonnenallergie können Antihistaminika auch vorbeugend eingenommen werden. Man fängt dann bereits drei Tage vor dem voraussichtlichen Beginn der Sonneneinwirkung (beispielsweise im Urlaub) mit der Einnahme an und führt sie über die gesamte Aufenthaltsdauer fort.

Antihistaminika haben Wechselwirkungen mit zahlreichen Medikamenten. Beispielsweise wird die Wirkung von Alkohol oder bestimmten Schlaf- und Beruhigungsmitteln verstärkt.
Info
Beachten Sie die Hinweise im Beipackzettel. Dort sind alle bekannten Wechselwirkungen zwischen Antihistaminika und anderen Arzneistoffen aufgeführt.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 15.03.2017
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin;
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