Therapie bei Sodbrennen: H2-Blocker (säurehemmende Mittel)

Rezeptfreie Säurehemmer, die H2-Blocker, eignen sich zur kurzzeitigen Therapie von Sodbrennen (Reflux) oder saurem Aufstoßen.

Im Magen besetzen H2-Blocker die Bindestellen des Botenstoffs Histamin. Dieser sorgt normalerweise für die Bildung und Freisetzung der Magensäure. Durch die  „Blockade“ der Bindestellen gibt die Magenschleimhaut weniger Säure ab. H steht für Histamin, H2 ist die Bezeichnung für die Bindestelle.

Die Bildung von Magensäure findet hauptsächlich nachts statt. Deshalb nimmt man H2-Blocker vorzugsweise abends ein. In den meisten Fällen reicht das aus, eventuell muss man tagsüber eine weitere Dosis einnehmen. Kinder unter 16 Jahren dürfen H2-Blocker nicht einnehmen. In höherer Dosierung sind sie verschreibungspflichtig.

Therapie bei chronischem Sodbrennen: Protonenpumpenhemmer

Bei chronischem Sodbrennen, also wenn es mehrmals in der Woche auftritt oder länger als zwei bis drei Wochen anhält, ist Selbsthilfe nicht mehr angebracht. Es sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Ergeben sich bei der Untersuchung Hinweise auf eine Speiseröhrenentzündung, verschreibt er meist andere Medikamente (Protonenpumpenhemmer). Sie drosseln die Produktion von Magensäure direkt in den säurebildenden Zellen des Magens. Der Nachteil ist, dass sie um an ihren Wirkort zu gelangen, erst den Weg über den Darm und die Blutbahn nehmen müssen. Deshalb dauert es erheblich länger, etwa 48 Stunden, bis der Patient eine entlastende Wirkung spürt.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 12.09.2007
  • Autor/in: Dr. med. Gerlind Souza-Offtermatt, Ärztin und Medizinjournalistin; Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie;
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