Therapie bei Sodbrennen: Antazida

Bei sporadischem Sodbrennen (Pyrosis) – also beispielsweise nach einem fettreichen Essen oder einem feucht-fröhlichen Abend – sind die rezeptfreien Antazida eine rasche und wirkungsvolle Selbsthilfe.

Antazida enthalten Aluminium- oder Magnesiumsalze, wirken direkt im Magen und neutralisieren die überschüssige Magensäure innerhalb von 15 bis 30 Minuten.
Die Mittel werden eingenommen, wenn die Beschwerden auftreten – also nicht vorbeugend. Dies ist meistens ein bis zwei Stunden nach dem Essen oder zur Nacht der Fall. Im Liegen kann der Mageninhalt leichter in die Speiseröhre aufsteigen (Reflux) als im Stehen. Suspensionen (Gelbeutel) wirken rascher als Kautabletten. Die enthaltene milchige Lösung kleidet schnell die Magenschleimhaut aus und schützt vor Säure. Viele Produkte können auch zur Therapie von Sodbrennen in der Schwangerschaft verwendet werden.
Wichtig:
Antazida können die Aufnahme anderer Medikamente ins Blut behindern. Deshalb sollten sie zeitversetzt eingenommen werden. Ein Abstand von mindestens zwei Stunden ist ratsam. Ihr Apotheker berät Sie zu möglichen Wechselwirkungen.

Wirkstoffe

  • Algeldrat und Magnesiumhydroxid
  • Aluminium-Magnesium-Silicat
  • Magaldrat
  • Hydrotalcit
Autoren und Quellen Aktualisiert: 24.02.2017
  • Autor/in: Dr. med. Gerlind Souza-Offtermatt, Ärztin und Medizinjournalistin; Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
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