Therapie bei Sodbrennen: Ernährung umstellen

Patienten mit Sodbrennen (Pyrosis) sollten als erstes ihre Ernährung umstellen. Wichtig ist zunächst darauf zu achten, wann die Beschwerden auftreten und welche Lebensmittel Ihnen nicht bekommen. Das muss jeder ganz individuell für sich herausfinden, denn die Devise bei der Ernährung lautet: Erlaubt ist, was bekommt.

So ist es hilfreicher, die Nahrungsmenge auf mehrere kleine Mahlzeiten zu verteilen, als wenige sehr üppige Portionen zu sich zu nehmen. Abends sollte möglichst nach 18 Uhr keine Mahlzeit mehr eingenommen werden.

Ernährung bei Sodbrennen: Lieber wenig und öfter essen

Eine fettreiche Ernährung veranlasst den Magen zu starker Säureproduktion, um die Speisen verdauen zu können. Sie senkt dazu auch den Tonus des Schließmuskels. Eine eiweißreiche Ernährung dagegen kurbelt die Magensäure weit weniger an. Ebenfalls ungünstig bei Sodbrennen sind zu kalte und zu heiße Speisen sowie auch scharf gewürzte Gerichte, da sie die Säureproduktion fördern. Schwer verdauliche Nahrungsmittel haben eine lange Verweildauer im Magen und erhöhen daher den Druck auf den Schließmuskel.

Achten Sie bei der Ernährung auch auf die Art der Zubereitung. Beim Braten oder Grillen entstehen Röststoffe, die die Gerichte viel schwerer verdaulich machen. Wenn Sie unter Sodbrennen leiden, sollten sie Speisen, die gedünstet werden, den Vorzug geben.

Bei diesen Lebensmitteln ist Vorsicht geboten

Fettreiche Lebensmittel:
  • Frittiertes (Pommes Frites, Berliner Pfannkuchen, Backfisch)
  • Mayonnaise, Buttercremetorte
  • fette Fleisch- und Wurstwaren
Schwer verdauliche Speisen:
  • Hülsenfrüchte
  • Weißkohl, Grünkohl, Rotkraut, Sauerkraut
  • hart gekochte Eier
  • frisches Brot
  • rohe Zwiebeln
Speisen, die die Säureproduktion anregen:
  • Kaffee
  • Alkohol
  • Süßigkeiten
  • zu heiße und zu kalte Speisen
  • stark gewürzte Speisen
Lebensmittel mit zusätzlicher Säure:
  • Zitrusfrüchte und säurehaltige Obstsäfte
  • kohlensäurehaltige Getränke (Sprudel, Sekt)
  • Weißwein, Rotwein
Autoren und Quellen Aktualisiert: 13.02.2014
  • Autor/in: Dr. med. Gerlind Souza-Offtermatt, Ärztin und Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Deutsches Ernährungsberatungs- und Informationsnetz www.ernaehrung.de
  • Innere Medizin - Gotthard Schettler, Heiner Greten 9. Auflage 1998 Thieme Verlag
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