Therapie bei Sodbrennen

Gelegentliches Sodbrennen (Pyrosis) nach üppigen Mahlzeiten ist unbedenklich. Wenn Sie allerdings häufig von Sodbrennen, saurem Aufstoßen, Übelkeit oder Magenschmerzen geplagt werden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Bei dauerhaften oder häufigen Beschwerden muss die Ursache abgeklärt werden, um eine passende Therapie zu finden.

Wenden Sie sich an einen Arzt, wenn
  • Sie starke Schmerzen oder heftige Krämpfe verspüren,
  • die Beschwerden längere Zeit anhalten, ohne dass Sie die Ursache kennen,
  • Sie appetitlos sind und immer mehr an Gewicht verlieren,
  • Sie unter Übelkeit leiden und erbrechen müssen,
  • Sie Blut erbrechen,
  • Ihr Stuhl blutig oder schwarz verfärbt ist.
Ist die Diagnose sicher und die Ursache bekannt, kann man gelegentlich auftretendes Sodbrennen nach Rücksprache mit dem Arzt auch selbst behandeln. Zur kurzfristigen Therapie von Sodbrennen eignen sich Antazida – sie neutralisieren die Magensäure.

In vielen Fällen reicht jedoch schon eine Ernährungsumstellung als Therapie aus, um das Sodbrennen zu bekämpfen. Dabei ist wichtig, dass jeder Betroffene selbst herausfindet, was ihm nicht bekommt und diese Lebensmittel meidet. Auch eine Gewichtsreduktion und das Schlafen mit erhöhtem Kopfteil können Erleichterung bringen. Sollten Ernährungsumstellung und eine konsequente medikamentöse Therapie langfristige Beschwerden des Reflux nicht lindern, kann eine Operation notwendig werden.

Sodbrennen als Nebenwirkung einer medikamentösen Therapie

Einige Medikamente regen die Bildung von Magensäure an, beispielsweise cholesterinsenkende Arzneimittel, kaliumhaltige Arzneimittel, Hustenlöser mit Acetylcystein, bestimmte Antibiotika und theophyllinhaltige Asthmamittel. Wenn Sie eine Therapie mit einem dieser Medikamente erhalten und unter Sodbrennen leiden, sollten Sie Ihren Arzt um Rat fragen.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und Gegenanzeigen

Grundsätzlich kann es bei der gleichzeitigen Therapie mit mehreren Arzneimitteln zu Wechselwirkungen kommen. Bei bestimmten Krankheiten und gesundheitlichen Störungen dürfen manche Medikamente überhaupt nicht eingenommen werden. In jedem Beipackzettel finden Sie dies unter dem Begriff Gegenanzeigen.

Antazida zur Therapie von Sodbrennen können die Wirkung anderer Medikamente beeinträchtigen. Sie binden nicht nur Säure, sondern auch andere Wirkstoffe und verhindern oder verzögern deren Aufnahme ins Blut. Bestimmte Antibiotika sind beispielsweise davon betroffen. Wenn Sie neben Antazida noch weitere Medikamente einnehmen, sollten Sie Ihren Arzt nach möglichen Wechselwirkungen fragen.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 13.02.2014
  • Autor/in: Elisabeth Kanz, Apothekerin und Fachjournalistin für Medizin und Pharmazie; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
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