Folgeerkrankungen bei Sodbrennen

Wird die Schleimhaut der Speiseröhre durch die Magensäure bei immer wiederkehrendem Sodbrennen (Pyrosis) zu stark angriffen, kann sich als Folgeerkrankung eine Speiseröhrenentzündung (Refluxösophagitis) entwickeln.

Die Speiseröhrenentzündung kann Blutungen, Geschwüre der Speiseröhrenwand und als längerfristige Folgeerkrankung sogar Verengungen nach sich ziehen. Der Arzt kann dies bei einer Endoskopie der Speiseröhre feststellen.

Folgen: Wenn sich Magenschleimhaut in der Speiseröhre bildet

Bei etwa zehn Prozent der Betroffenen mit einer Refluxösophagitis kommt es zu einer strukturellen Umwandlung der Schleimhaut im unteren Teil der Speiseröhre. Das eigentliche Gewebe wird durch das sogenannte Zylinderepithel ersetzt. Man nennt das Ergebnis dieser Umwandlung dann Barrett-Ösophagus.

Diese Veränderung wird als mögliche Krebsvorstufe angesehen. Man kann dann in der Regel von einer langjährigen Refluxerkrankung mit Sodbrennen und immer wiederkehrender Speiseröhrenenetzündung ausgehen. Da sich aus einem Barrett-Ösophagus im Laufe der Zeit ein Speiseröhrenkrebs entwickeln kann, sind in regelmäßigen Abständen Kontrolluntersuchungen mit einer Endoskopie notwendig. Chronisches Sodbrennen kann also sehr ernste Folgen haben und sollte keineswegs verharmlost werden.
Autoren und Quellen Aktualisiert: 24.02.2017
  • Autor/in: Dr. med. Gerlind Souza-Offtermatt, Ärztin und Medizinjournalistin; medizinische Qualitätssicherung: Cornelia Sauter, Ärztin
  • Quellen: Deutsches Ernährungsberatungs- und Informationsnetz www.ernaehrung.de
  • Innere Medizin - Gotthard Schettler, Heiner Greten 9. Auflage 1998 Thieme Verlag
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